Cape Dreams
Unser Traum von einem zweiten Zuhause

Ein Sommer-Potpourri (Januar - Februar 2026)

Januar und Februar sind noch einmal Besuchsmonate.

Ende Januar kommen uns Jörg & Svenja für eine Woche besuchen. Wir sind jeden Tag gemeinsam unterwegs und versuchen, den beiden in der kurzen Zeit so viel wie möglich von „unserem“ Kap zu zeigen, ohne dass es in Stress ausartet.

An einem Tag treffen wir Bekannte von Svenja, die sie mal auf einer Zugfahrt kennengelernt hat. Christina und Olaf (beide in unserem Alter) sind Südafrikaner mit niederländischen Wurzeln und leben in Blouberstrand. Olaf ist ehemaliger Surf-Profi und beide sind nach wie vor sehr sportlich. Sie wandern z.B. regelmäßig auf dem Indian Venster Hiking Trail auf den Tafelberg, genießen dort den Sonnenuntergang und fahren dann mit einer der letzten Gondeln wieder runter. Das werden wir definitiv auch mal machen. Vielleicht schaffen wir es noch in diesem März … 😊

Wir haben eine sehr schöne Woche miteinander.

Im Februar besuchen uns dann Anna, Anne und der fast 5-jährige Hannes für 3 Wochen.

Erneut sind wir viel unterwegs, sind an vielen Orten, die wir kennen, aber entdecken auch das ein oder andere Neue:

Besuch des Two Oceans Aquariums in Kapstadt
Safari-Tour mit Begrüßungs-Sekt und Wine Tasting auf dem Villiera Wine Estate
Kwaa ttu San Heritage Centre (Museum zur Geschichte und Leben der San) bei Langebaan
Mit der Seilbahn auf den Tafelberg (den hatten wir bislang nur einmal 1994 erwandert)
Strand und Abendessen im trubeligen Camps Bay
Friday Family Market in Boschendal (mit Lizette, Louis, Lize, Jaques, Austin und Chloe)

Wir versuchen, die Strecken, die wir mit dem Auto unterwegs sind, nicht allzu lang werden zu lassen und wählen die Weingüter, die wir besuchen, nach dem Spielplatz-Angebot aus 😉Wenn man Hannes fragt, was ihm am besten gefallen hat, wird er aber möglicherweise den Pool und die Garage mit all den von Frank aussortierten Schätzen nennen. 😂🤣

An einem Samstag treffen wir uns dann auch noch mit meinem ehemaligen Kollegen Sebastian und seiner Partnerin Nicole. Die beiden lassen ihre 2-wöchige Südafrika-Reise noch mit ein paar Tagen in Kapstadt ausklingen und gemeinsam unternehmen wir eine schöne und unterhaltsame Wein-Tour durch Sommerset West und die Ausläufer von Stellenbosch.

Kultur …

1981 hat das Musical CATS in London Weltpremiere gefeiert. Wir haben über die Jahre zwar so manches Musical gesehen, aber CATS war nie dabei. Das Jahr 2026 starten wir mit einer schönen Musical-Aufführung im Artscape Opera House in Kapstadt.

Die Sommerkonzerte in Kirstenbosch besuchen wir gleich zwei Mal: Ende Januar gemeinsam mit Jörg & Svenja noch am Tag ihrer Ankunft 😊 und dann noch einmal Anfang Februar mit Anna, Anne & Hannes.

Ende Februar sind wir dann wieder auf der Cape Towen Art Fair, der jährlichen Ausstellung afrikanischer Kunst in der Messe Kapstadt. Die vielen Bilder und Skulpturen erschlagen uns irgendwann, aber die Menschen, die dort unterwegs sind, sind wieder fast genauso interessant 😉

Sport …

Der Februar ist Wettkampf-Saison …

Zum Blue Lagoon Triathlon kommen Anna, Anne und Hannes für 3 Tage mit nach Langebaan. Frank wird Zweiter … von 2 Teilnehmern seiner Altersklasse … 😉

Eine Woche später ein Halbmarathon bei der Versus Road Run Party in Stellenbosch … Eine Veranstaltung, deren Höhepunkt weniger der Lauf als die Party danach sein soll. Entsprechend sind unter den knapp 6000 Läufern viele Studenten mit "fancy" Laufklamotten, denen scheinbar "gesehen werden" ganz wichtig ist. Daher ist auch der Zieleinlauf mit großer Bühne, lauter DJ-Musik und reichlich Bierständen (ab 8 Uhr morgens 🤪) ausgestattet und die Finisher Medaille mit 8,5 cm Durchmesser etwas größer als üblich... Vermutlich wollen auch die Mitstreiter der Altersgruppe später "Party machen", so dass bei dem hügeligen Lauf für Frank wieder ein Platz 2 (dieses Mal von 64 der Altersklasse) und Platz 512 insgesamt und eine persönliche Bestzeit über den Halbmarathon herausspringt.👍🙂

Und noch eine Woche später der XTERRA Triathlon, ein Cross Triathlon mit Mountainbike im Elgin Valley. Den erste Platz seiner Altersklasse (5 Teilnehmer) und damit einen sicheren Slot für die XTERRA "Weltmeisterschaft" im Oktober in New Mexico (USA) verfehlt Frank nur um 16 Sekunden ("Zum Glück", sagt Beate, denn in die USA würde sie im Moment auch definitiv nicht reisen wollen ...). Auch hier ist Frank wieder einer der ältesten Teilnehmer und freut sich, auch dieses Mal sein Ziel, in der ersten Hälfte des Teilnehmerfeldes anzukommen, gerade noch zu erreichen (Platz 48 von 104 Männern) 😉.

Handwerker …

Januar und Februar sind auch echte Handwerker-Monate. Gefühlt geht alle paar Tage etwas anderes kaputt und muss repariert werden. Darüber hinaus planen wir weitere Veränderungen:

Das Dach war nach Montage der Solar-Panels undicht. Also Panels wieder runter, Dach abdichten und Panels neu montieren.
Die Pumpe für die Gartenbewässerung macht Probleme.
Die Pumpe für den Pool leckt.
Wir haben nur noch bei Sonne warmes Wasser; der Geyser auf dem Dach muss repariert werden.

Wir bessern diverse Mauern in den Außenanlagen aus und streichen sie neu.

Damit das Auto in unsere Garage passt, benötigen wir neue Garagentore. Dafür muss jetzt endlich die Garage aufgeräumt und der ganze Kram, den unsere Vorbesitzer dagelassen haben, aussortiert werden. Vieles können wir gebrauchen, über manches freuen sich Galu und Soflina und der Rest wandert nun endgültig in den Müll.

Der Carport, der die ganze Zeit noch ziemlich rummelig aussah, wird auch aufgeräumt und Balken müssen mit Taubenabwehr-Spikes bestückt werden.

Die Holzfenster müssen gestrichen werden und wir vereinbaren mit dem Maler einen Termin für den kommenden Herbst.

Weil wir ein eigenes Bohrloch wollen, sind mehrere Firmen hier, um ein Angebot abzugeben. Wir schauen uns deren Tätigkeiten in der Nachbarschaft an. In das Abenteuer werden wir uns aber auch erst im kommenden Herbst stürzen …

Wetter …

Dieser Sommer ist deutlich wärmer als der letzte und auch im Januar regnet es viel zu wenig. Ende Januar bricht bei Franschhoek ein großes Buschfeuer aus und weil es tagelang stürmt, breitet es sich weit in die Berge aus. Es braucht 10 Tage, bis man die Situation wieder komplett unter Kontrolle hat. Zum Glück kommen keine Menschen zu Schaden und auch Wohngebäude sind nicht betroffen. Lediglich ein Weingut erwischt es mit einigen Betriebsgebäuden.

Den Besuch des Skulpturengartens im Nachbartal, den wir mit Jörg und Svenja geplant hatten, müssen wir verschieben, weil Rauchbelastung und Ascheregen so stark sind, dass man uns gar nicht erst reinlässt. Überhaupt sehen wir in der Woche, in der Jörg & Svenja da sind, mehrere, teilweise auch recht heftige Feuer. Deutlich mehr als wie bislang erlebt haben.

Im Februar kommt schließlich immer häufiger Bewölkung auf und irgendwann fällt dann auch der so lange vermisste Regen. Das Wetter wird unbeständiger.

Ende des Monats spüren wir deutlich, dass es hier Herbst wird. Die Tage sind kürzer geworden, morgens, wenn wir zum Fitness-Studio fahren, ist es noch dunkel. Das Licht ist anders. Tagsüber ist es zwar weiterhin noch schön warm, aber die Nächte werden kühler. Das ist gut zum Schlafen, aber wir sitzen auch nicht mehr jeden Abend draußen.

Fulda und Greven …

Zwar sind wir noch bis Ende März in Südafrika, aber gedanklich sind wir auch immer wieder und immer häufiger in Fulda.

Wir machen einen Möbelierungsplan für das neue Haus dort und stellen fest, dass wir voraussichtlich die meisten unserer Möbel erst einmal mitnehmen können, auch wenn wir das ein oder andere vermutlich dann nach und nach ersetzen werde. Gabi und Stefan schicken Fotos von der Baustelle und irgendwann bekommen wir auch erste Fotos von unserem Parkettleger.

Unsere zukünftigen Nachbarn lernen wir in einem ersten WhatsApp-Call kennen. Die beiden dürften so in den 30ern sein, haben zwei kleine Kinder und was die Vorstellungen zur Gestaltung von Haus und Garten angeht, scheinen wir recht nah beieinander zu liegen. Beide machen einen sehr sympathischen Eindruck.

Mit einem Besuch im Deutschen Konsulat in Kapstadt besiegeln wir mit unseren Unterschriften auf der Genehmigungserklärung den Verkauf unseres Hauses in Greven.

Etwas schwer im Magen liegt uns jetzt noch der Gedanke an das Aufräumen und Ausmisten in Greven, denn wir werden definitiv viele Sachen nicht in das kleinere Haus in Fulda umziehen können.