Cape Dreams
Unser Traum von einem zweiten Zuhause

Back to the Cape (September - Oktober 2025)

Zurück in unserem Cape Dream freuen wir uns, wie gut Haus und Garten von Soflina und Galu in Schuss gehalten worden sind. Alles sieht tiptop aus, nur einen kleinen Wasserschaden in der Küche finden wir vor. Da haben die Handwerker bei der Installation der PV-Anlage wohl leider geschlampt. Nun gut, das muss repariert und die Decke dann noch mal neu gestrichen werden.

Das Wetter ist schön, wenn die Sonne scheint, ist es schon richtig warm. Mit der Dämmerung wird es aber gleich richtig kühl. Wie gut, dass wir die Gas-Öfen und die elektrische Heizdecke fürs Bett haben … 😉

Konzert und Wein

Auf dem Weingut Spier findet ein Konzertabend mit lokalen Künstlern statt, kombiniert mit einem Wein-Schokoladen-Tasting. Wir fragen Lizette & Louis sowie Charlie & Peet, ob sie mitkommen wollen und haben so nach wenigen Tagen einen kurzweiligen Abend miteinander. Über die Räumlichkeiten des Weinguts verteilt wurden verschiedene kleine Konzert-Locations hergerichtet, in denen ganz unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler auftreten. In kleineren Gruppen wandern wir von Location zu Location und vor jedem kleinen Konzert erhält man ein Glas Wein mit etwas Schokolade. Ganz zum Schluss kommen wir wieder alle in einem großen Raum zusammen, es spielt ein Quintett und es gibt … ? … Glühwein! Heißt auch genauso.

Es sieht aus, als wären wir wirklich wieder angekommen …😊😊

Abi-Feier auf Südafrikanisch

Bevor wir im April aufgebrochen sind, waren wir bei Hybrie & Leon, Freunde aus Franks Laufgruppe, eingeladen. Wir hatte deren Tochter Leah kennengelernt, die Ende des Jahres ihr Abitur macht. Sie hatte uns spontan zu ihrer Abschluss-Party eingeladen. Wir hatten das schon fast wieder vergessen, aber jetzt, wo wir wieder da sind, kommt die Einladung.

Wir sind erst einmal etwas ratlos … Einladung zu „Leah's MD"? Was ist das jetzt genau? Wie ist die Kleiderordnung? Was bringt man mit? Selbst Lizette, die die wir schließlich dazu befragen, sagt, das ist eher unüblich. „MD“ steht für „Matric Dance“, das ist für Südafrika die Feier im letzten Jahr der High School. Anders als die Abi-Feier bei uns, findet der Matric Dance aber nicht ganz zum Schluss nach allen Prüfungen statt, sondern vor den Prüfungen. Es gibt eine offizielle Veranstaltung für alle Absolventen des letzten Schuljahres und danach ist der Matric Dance. Das ist aber nicht eine große Party für alle, sondern kleinere Gruppen organisieren ihre Partys in unterschiedlicher Art und Weise. Während zum Beispiel einige in Clubs weiterfeiern, wird Leah ihren MD mit ihren Freunden aus der Schule bei sich zuhause feiern. Hybrie & Leon wollten nicht, dass ihre Tochter in Clubs geht, weil sie dort Alkoholmissbrauch und Drogen fürchten.

Als wir schließlich bei der „Pre MD“-Feier ankommen, dem Empfang vor der offiziellen Schulveranstaltung, ist Leah gar nicht zu sehen. Sie mache sich noch fertig, heißt es. Im Wohnzimmer tummeln sich Familie, Freunde, Nachbarn. Irgendwann erscheint dann Leah und sie ist wirklich eine Erscheinung. Sie schreitet die Treppe vom Obergeschoss herunter, zurechtgemacht wie eine Braut, nur nicht in Weiß, sondern in einem bunten Sari-ähnlichen Kleid mit aufwändigen Stickereien. Ihre Hände und Arme sind sorgfältig mit Hennah-Tattoos verziert und eine Freundin hat sich viel Mühe mit ihrem Haarstyling gegeben. Leah gehört nicht zur indischen Volksgruppe, sie hat sich für das Outfit entschieden, einfach nur, weil sie es schön findet.

Unter den Gästen ist auch ein Junge / junger Mann in Anzug und Fliege. Er ist derjenige, der Leah später zur Abschlussfeier geleiten wird. Er hat einen Blumenstrauß dabei, den er Leah, nachdem sie allen „Hallo“ gesagt hat, feierlich überreicht.

Für uns ist das alles etwas ungewohnt, aber wir freuen uns einfach eingeladen zu sein und einen kleinen Ausschnitt der hiesigen Kultur miterleben zu dürfen.

Ein paar Tage später erzählt uns Hybrie, dass die letzten Gäste am nächsten Morgen so gegen 11:00 Uhr abgezogen sind. Es muss wohl eine gute Party gewesen sein … 😉

Im kommenden Jahr wird Leah übrigens für mehrere Monate im Rahmen eines Rotary-Jugendaustauschprogramms nach Frankreich gehen.

Letzte Renovierungsarbeiten

Während unserer Abwesenheit hat Jens die kleine Flat fertig renoviert und gestrichen. Wir sind positiv überrascht, was man dann doch mit etwas Farbe aus diesen etwas runtergerockten Räumen machen kann. Schon bevor wir nach Deutschland zurückgeflogen sind, hatten wir zwei Sessel, einen kleinen Tisch und ein Gästebett besorgt, die in der Garage auf Ihren Einsatz warten.

Das Bett ist ein schlichtes Bettgestell mit einem ausziehbaren Unterbett, so dass gut zwei Personen dort schlafen können. Beim Aufbau stellen wir fest, dass sich das Unterbett nicht komplett unter das Bettgestell schieben lässt; es ist etwas zu breit und die Matratze etwas zu dick. Was nun? Zurückbringen und reklamieren? Nach einem halben Jahr vermutlich schwierig. Außerdem bekommen wir in 2 Wochen Besuch und dieses zweite Gästezimmer wird benötigt. So schnell bekämen wir keinen Ersatz. Also müssen wir es mit Säge, Holzresten und weißer Farbe passend machen.

Die Tür zum Bad ersetzen wir durch eine Schiebetür, um mehr Platz zu gewinnen und statt eines Kleiderschrankes, der ebenfalls zu viel Platz beanspruchen würde, stellen wir ein kleines Regal mit Kleiderstangen. Bilder und Bilderrahmen finden wir im Internet, noch eine kleine Tee- und Kaffee-Bar und fertig ist unser Gäste-Appartement.

Visa-Stories

Einen Großteil der Unterlagen, die wir für die neuen Visa-Anträge benötigen, mussten wir bereits in Deutschland zusammentragen. Jetzt sind noch die restlichen Unterlagen hier vor Ort zu besorgen.

Eine Vermögensübersicht sollte durch einen südafrikanischen Steuerberater/Accountant bestätigt werden. Das hat Thys, der Ehemann von Lizettes Nichte in Pretoria für uns gemacht.

Eine aktuelle Wertermittlung für unsere Immobilie in Somerset West muss durch einen südafrikanischen Immobilienmakler erstellt werden. Dafür sprechen wir unsere Maklerin Ederweiss wieder an, die uns mit der Nachricht erfreut, dass die Immobilienpreise hier in den letzten 1,5 Jahren spürbar angezogen sind.

Dann müssen wir noch einige Dokumente beglaubigen lassen, was man hier üblicherweise kostenlos bei der Polizei machen lassen kann. Die erklären sich aber für Nicht-Südafrikaner für nicht zuständig. Wir wenden uns an den Notar, der seinerzeit den Hauskauf für uns abgewickelt hat und erhalten in wenigen Minuten unsere Beglaubigungen (ebenfalls kostenlos …).

Am 3. Oktober (deutscher Nationalfeiertag … – es ist wirklich nur Zufall!) stellen wir unsere Anträge für dauerhafte Visa in Südafrika. Wie bereits bei unseren befristeten Visa nutzen wir den Service einer Visa-Agentur und wieder müssen wir eine Menge Unterlagen vorlegen. Dieses Mal sind die Anträge nicht in der südafrikanischen Botschaft in Berlin zu stellen, sondern beim „Visa Application Centre“ in Kapstadt. Alles läuft rund, unsere Unterlagen scheinen komplett und von der Form her zufriedenstellend zu sein. Die inhaltliche Prüfung erfolgt durch das „Departement of Home Affairs of South Africa“.

Jetzt müssen wir uns in Geduld üben. In der Vergangenheit haben Anträge auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung durchaus zwei bis drei Jahre dauern können. Seit Juni 2024 gibt es einen neuen Minister des „Departement of Home Affairs of South Africa“. Leon Schreiber gehört der “Democratic Party” an und  es heißt, dass er seine Aufgabe deutlich besser im Griff habe als sein Vorgänger Aaron Motsoaledi (ANC). Es bleibt also zu hoffen, dass sich die Bearbeitungszeiten für Visa-Anträge deutlich verkürzen werden. Wir werden sehen …

Besuch aus Deutschland - Kruger Park

In den deutschen Herbstferien bekommen wir Besuch aus Greven von Sarah & Frank mit ihren Kindern Charlotte (13), Hanno (14) und Niklas (16).

Bevor wir die fünf in Johannesburg vom Flughafen abholen, verbringen wir zwei Tage bei Louise & Wimpie in Johannesburg. Die beiden hatten wir ja gerade erst bei unserer Canal-Midi-Tour gesehen, aber jetzt freuen wir uns sehr, auch die Kinder und unseren „alten“ Freund Franken nach vielen Jahren wieder zu sehen.

Dann mieten wir einen Toyota-Minibus, holen die fünf vom Flughafen ab und starten in zwei wunderschöne gemeinsame Wochen mit einem intensiven und abwechslungsreichen Programm.

Wir schaffen es an diesem Tag nur noch bis Waterfall Boven. Am nächsten Tag stehen wir früh auf und fahren durch das Malelane Gate in den Kruger Park. Die Tage dort sind eine Wucht. Bereits am ersten Tage sehen wir die „Big Five“. Auch Frank und ich sind begeistert. Wir erleben Tiere und Szenen, die wir trotz der vielen Male, die wir schon in Afrika unterwegs waren, so noch nie hatten: Leopard im Baum mit einem Fang, badende Hyänen, kämpfende Giraffen und sich paarende Löwen. Und jede Menge Elefanten.

Den Blyde River Canyon haben wir von vielen, vielen Jahren schon einmal erlebt. Die Szenerie ist unverändert wunderschön.

Die erste Woche vergeht wie im Flug und wir freuen uns nun, die ganze Familie am Freitagabend als Gäste in unserem Haus begrüßen zu dürfen, ihnen „unser“ Kap zu zeigen und sie zu vielen Orten zu führen, die wir schön finden und die uns begeistert haben und immer noch begeistern.

Besuch aus Deutschland – am Kap

Zunächst einmal steht aber für Sarah, Frank und Frank am Sonntag der Cape Town Marathon auf dem Programm. Kaum in Somerset West angekommen, steigt die Nervosität dann doch langsam an. Am Samstag fahren wir alle zusammen nach Kapstadt, um die Startunterlagen abzuholen. Danach bummeln wir noch etwas über die Waterfront.

Allzu spät fahren wir nicht nach Somerset West zurück, denn am nächsten Morgen werden die drei mit dem Bus der „Helderberg Harriers“ bereit um 3:30 Uhr wieder Richtung Kapstadt fahren, um rechtzeitig am Start zu sein. Startzeiten für den Marathon sind 6:15 Uhr bzw. 6: 35 Uhr. Ich bleibe mit den Kindern in Somerset und wir schlafen lieber aus … 😉Über das Live-Tracking werden wir die drei auf ihren 42 km ja digital begleiten können.

Morgens um 6:20 Uhr starte ich die Tracking-App, aber irgendetwas scheint da nicht richtig zu funktionieren. Alle drei werden noch nicht angezeigt. Dann sehe ich eine WhatsApp-Nachricht von Frank von 5:57 Uhr: „Marathon ist abgesagt. Wir laufen in Somerset.“ Ich halte das für einen etwas komischen Scherz, schauen dann aber doch erst mal im Internet nach und finde auf der Marathon-Website

So ein Mist! Tatsächlich wurde der Marathon am frühen Morgen wegen des starken Windes, der in der Nacht wohl schon Absperrungen und das Zieleinlauftor beschädigt hatte, aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Die drei versuchen, das Beste aus dieser echt blöden Situation zu machen und starten zu einem Sonnenaufgangslauf von Stellenbosch ins Jonkershoek-Valley. Als sie irgendwann dann wieder bei uns aufschlagen, ist die Stimmung aber schon ziemlich gedrückt. Sie hatten sich doch alle so auf diesen Wettkampf am Fuße des Tafelbergs gefreut … ☹ Damit der Tag dann doch noch schön wird, fahren wir über den Clarence Drive nach Betty’s Bay zu den Pinguinen und grillen abends bei uns im Garten.

Am Montag ist Sarahs Geburtstag, den wir mit einem bunten Programm gestalten:
Geburtstagsfrühstück
Ausflug nach Vergelegen mit Geburtstagsständchen von Niklas auf dem Flügel in der alten Bibliothek
Baden im Atlantik in der False Bay
"Golfen" und Aussicht genießen bei "Ernie Els"
Kurzer Abstecher zum Webersburg Wine Estate
Wine Tasting auf Lanzerac
Sundown-Dinner im Restaurant La Pineta

Und auch die nächsten Tage sind gut gefüllt:

Dienstag:          Wanderung im Jonkershoek Nature Reserve zu den Wasserfällen, "Shopping" in Stellenbosch

Mittwoch:          Whale Watching in Hermanus, nachmittags Relaxen am Pool

Donnerstag:     noch einmal Baden – ohne Beate & Frank 😉, Wanderung im Helderberg Nature Reserve – ohne die Kids 😉
                         Aperitif in Lourensford, abends zum Braai bei Lizette & Louis

Freitag:             Kap-Halbinsel mit Muizenberg, Pinguine in Simonstown, Table Mountain National Park mit Cape of Good Hope,
                         Chapman’s Peak und Beau Constantia, abends Abschiedsessen bei Steffanie’s Place

Am Samstag geht’s dann für unsern Besuch zurück nach Deutschland – wie schade … Wir hatten wirklich zwei superschöne Wochen miteinander 😊

Geburtstag …

Wie schon im letzten Jahr schmücken wir Beates Geburtstag am Vorabend mit dem Weihnachtskonzert im Weinkeller von Lourensford. Es ist ein anderes Programm als im letzten Jahr (abgesehen von ein paar Weihnachtsklassikern) aber wieder ein sehr schöner Abend.

Am nächsten Tage fahren wir zum Tokara Wine Estate und wandern von dort aus auf den Simonsberg. Wir sind etwas spät dran und werden darauf hingewiesen, dass wir in jedem Fall vor 16:00 Uhr zurück sein müssen. Der Aufstieg dauert 3 Stunden und ist mit steilen Anstiegen und teilweiser Kletterei schon recht anstrengend – zumindest für Beate 😉Aber für den grandiosen Rundumblick von dort oben hat es sich allemal gelohnt.

Auto ...

Der Monat geht gut zu Ende. Frank erkundigt sich bei der lokalen Verkehrsbehörde nach dem Bearbeitungsstand seines Antrags auf eine „Traffic Registration Number“, die man benötigt, um ein Auto zulassen zu können. Vor rund drei Wochen hatten wir eine Nachricht bekommen, dass es damit (nach knapp einem Jahr Wartezeit !) jetzt wohl etwas werden könnte, dann aber wieder nichts mehr gehört. Die zuständige Mitarbeiterin dort ist sehr nett, aber ihr sind die Hände gebunden. Sie rät Frank, ihr ein offizielles Beschwerdeschreiben zu schicken, dass sie dann an die Abteilung, bei der es jetzt liegt, weiterleiten kann. Drei Stunden später bekommen wir ihren Anruf, dass die „Traffic Registration Number“ abgeholt werden könne. Am 30. Oktober kaufen wir ein Afrika-taugliches Auto (4x4 mit Option für ein Dachzelt). Wir freuen uns sehr, zumal wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, wie nervig die Administration rund um dieses Auto die nächsten Tage noch sein wird … 😉