Cape Dreams
Unser Traum von einem zweiten Zuhause

Alltag in Somerset West (Oktober 2024-April 2025)

April 2025

Escape Run

Der Escape Run ist eine internationale Initiative, die das Laufen mit gemeinnützigen Aktivitäten verbindet. In diesem Jahr findet der Escape Run in Südafrika statt: 950 km von Port Elizabeth bis nach Kapstadt in das Township Mitchells Plain, wo mit den Erlösen dieser Aktion eine Schule unterstützt werden soll. Eine immer wieder in der Zusammensetzung wechselnde Gruppe von Läuferinnen und Läufern aus verschiedenen Ländern teilt sich die Gesamtstrecke in kleinere Teiletappen auf. Gelaufen wird nahezu ausschließlich auf Hauptverkehrsstraßen und damit es dabei nicht zu Unfällen kommt, läuft man ganz überwiegend nachts, wenn nur wenig Verkehr ist. Ein Bus und ein, zwei weitere PKWs begleiten die jeweiligen Läufergruppen.

Hier der Instagram-Beitrag eines Teilnehmers, der die Aktion kurz, aber ganz gut beschreibt:

To be clear,@escape_to___isn’t a race, it’s a global journey of connection and an adventure built around community and giving back…

This April, I along with runners from all over the world (many who are some of my biggest personal inspirations), will be running a non-stop, 950km ultra-relay across South Africa. A few days after finishing, many of us will be running the breathtaking 56km Two Oceans Ultra Marathon as a victory lap. The@totalsportstwooceansmarathonhas been a bucket list race of mine for ages. My mother was born in Cape Town, and I still have family there, but in addition to my roots, this stunning race covers one of the most beautiful stretches of road I’ve ever seen: Chapmans Peak.
As epic as all of that is… for me, its not about what we take away from an experience like this, it’s about what we leave behind.
For this Escape, we’ve partnered with@run4schoolsfoundation, and on route to our finish line, we’ll be hosting a 5km kids’ run in Mitchells Plain, a vibrant, but underserved community just outside of Cape Town. Together, our Escape Family, along with Run4Schools, the Two Oceans Marathon Initiative (TOMI), and over 50 children and coaches from Mitchells Plain, will celebrate the potential of these ambitious young runners and show them some world major energy in the streets of their own community.
Our goal over these next few months is to raise enough awareness and funds to build a multi-purpose athletics track that will inspire many feet there long after we’re gone.
It’s an ambitious goal. But I believe in our global running community. I believe that together we’ll unlock a season of running that is bigger than PR’s and selfies; one that celebrates what we can do collectively when the focus is bigger than ourselves.

Our fundraising page for run4schools is in my bio along with more information on Escape to Cape Town.
To support, please consider donating and sharing this link to be a part of the lasting change we hope to leave behind.

Big Love Always,
Q🖤

Wesley, einer von Franks Lauffreunden, hat Kontakt zu dieser Gruppe und die Idee ist, die Laufgruppe einen Abend, startend von Hermanus, für rund 15 km zu begleiten. Zu dritt, Wesley, Frank und Beate, fahren wir an einem Nachmittag nach Hermanus. Dort treffen wir die Tochter von Wesley; sie wird die Läufergruppe in dieser Nacht und am kommenden Tag als Fotografin bei ihrer Aktion unterstützen.

Start ist um 20:00 Uhr mit einem Briefing für die Läufer. Sicherheit, dass es keine Unfälle auf der Strecke gibt, ist ein ganz wichtiges Thema dabei. Frank und Wesley, die es ja gewohnt sind, beim Training auch auf Hauptstraßen zu laufen, lästern später etwas darüber ... Das Ziel für Wesley und Frank ist das 17 km entfernte Benguela Cove Lagoon Wine Estate. Beate fährt die Strecke mit dem Auto, wartet immer mal wieder auf die Läufer und sammelt die beiden schließlich dort wieder auf, während der Rest der Gruppe in wechselnder Besetzung die Nacht durchlaufen wird bis in das noch einmal rund 100 km entfernte Mitchells Plain.

Two Oceans Ultra Marathon

Mit dem Two Oceans Ultra Marathon in Kapstadt verhält es sich wie mit den vorherigen etwas extremeren Wettkämpfen, die Frank in den letzten 10 Jahren so gemacht hat:

Als er mit dem Laufen vor rund 15 Jahren angefangen hat, war er froh, dass das mit seinen meniskus-operierten Knien überhaupt problemlos funktionierte. Einen Marathon zu laufen schloss er aus. 2013 ist der dann den ersten von mittlerweile einer ganzen Reihe Marathons in Prag gelaufen.

Als wir 2015 nach Greven kamen hat Frank den Triathlon für sich entdeckt. Kurzdistanzen, mal eine Mitteldistanz war die Vorstellung, sicherlich keine Langdistanz. 2023 dann der erste Langdistanz-Wettkampf in Roth (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen). Für Juli 2025 ist Frank erneut angemeldet.

"Einen Marathon, also 42 km am Stück laufen, das ist schon mühsam genug. Mehr muss nicht sein ...", so oder so ähnlich habe ich es noch im Ohr. Jetzt also der Two Oceans Ultra Marathon in Kapstadt: 56 km Laufen. In ambitionierten Läuferkreisen einer der Wettkämpfe vor beeindruckender Kulisse, die man unbedingt mal gemacht haben sollte. Normalerweise fahre ich komplett mit bei solchen besonderen Wettkämpfen, aber hier streike ich. Nachts um 2:00 Uhr aufstehen, um um 5:20 Uhr beim Start dabei zu sein und dann 6:00 Stunden (das ist Franks Zeitschätzung) darauf zu warten, bis er wieder im Ziel ankommt ... heute mal ohne mich. Von Franks Laufverein gibt es eine ganze Reihe von Teilnehmern, die gemeinsam mit dem Vereinsbus nach Kapstadt fahren. Frank ist also nicht allein unterwegs.

Ich stehe ganz gemütlich so gegen 7:30 Uhr auf, mache mir einen Kaffee und frühstücke in Ruhe. Ich plane zum Zieleinlauf, also so gegen 11:00/11:30 in Kapstadt zu sein. Auf meinem Handy suche ich nach einer Tracking-App für diesen Wettkampf und werde schnell fündig. Es ist 9:00 Uhr und die App prognostiziert eine Ankunftszeit im Ziel um 10:40 Uhr. 10:40 Uhr!!?? Frank ist viel schneller als erwartet! Jetzt muss ich Gas geben ... Zum Glück ist an einem Samstag die Autobahn nach Kapstadt nicht voll und im Uni-Viertel finde ich auch relativ schnell einen bewachten Parkplatz nicht ganz so weit weg vom Zieleinlauf. Ich schaffe es rechtzeitig ...🙂

Nach einer Zeit von 05:08:33 kommt Frank im Ziel an und kann noch lachen. Wahnsinn. Stolz auf ihn bin ich ja schon ... 😉

Der Wettkampf aus Franks Perspektive:
Es ist an dem Morgen nicht nur der Vereinsbus, der mich zur Startlinie bringt, sondern es sind die begeisterten Berichte der Laufkolleginnen und -kollegen sowie die nette Atmosphäre bei den morgendlichen Läufen, die mich veranlasst haben, mich zu diesem Abenteuer anzumelden.

So stehe ich gegen 4:45 Uhr bei angenehmen 18 Grad mit ca. 13.000 anderen Läufern auf einer breiten Hauptstraße und darf mich pünktlich um 5:21 Uhr in der vierten Startgruppe auf den Weg machen. Etwas mulmig ist mir schon, da immer wieder vor dem Anstieg zum Constantia Neck gewarnt wird, der erst nach der Marathondistanz von 42 Kilometern kommen soll und bei dem ca. 600 Höhenmeter zu überwinden sind. "Ja nicht zu schnell am Anfang sein, um am Ende noch den Berg rauf zu kommen", bin ich ermahnt worden. Entsprechend habe ich meine Uhr mit den Zeitvorgaben der offiziellen Pacemaker für eine Zielzeit von 5:45 Stunden mit dem Vorsatz gefüttert, maximal ein paar Sekunden schneller zu sein. Für die ersten, sehr flachen Kilometer wären das Zeiten knapp unter 6 Minuten pro Kilometer gewesen.

Doch es klappt einfach nicht: die Aufregung, die Schnelligkeit der anderen Läufer und die Atmosphäre, die die vielen Zuschauer um diese Uhrzeit schon am Streckenrand verbreiten, treiben mich voran. Zwischen 20 und 40 Sekunden bin ich pro Kilometer schneller, obwohl ich mich immer wieder ermahne, langsamer zu laufen. Es macht einfach Spaß zusammen mit so vielen motivierten Menschen, in den Morgen zu laufen.

Nach ca. 15 Kilometern erreiche ich Muizenberg und es geht immer noch gut. Der Blick aufs Meer, der Sonnenaufgang und die jetzt wirklich vielen Zuschauer machen den Lauf durch diese eher unscheinbare Stadt zu einem besonderen Erlebnis. Weiter geht es über Kalk Bay Richtung Nordhoek mit dem ersten kleinen Hügel. Nach der Halbmarathonmarke vor Nordhoek sehe ich dann meinen ersten großen Anstieg, den Chapmans Peak. Ich bin froh, dass ich weiß, wie es sich anfühlt, dort hoch zu laufen, da ich die Strecke sowohl schon im Wettkampf im Herbst als auch mit den Freunden im Training gelaufen bin. So geht es problemlos nach oben, immer mit dem Blick auf das Meer unter mir und dem stetigen Strom von bunt gekleideten Läufern vor mir. Auf der Höhe genieße ich den Trubel und mache mit dem Blick auf die Bucht von Hout Bay einen "Haken" hinter das Erreichte. Jetzt geht es erst einmal ca. 5 km bergab. Aber anders als vermutet, wird es aber kein lockerer Lauf. Vielmehr melden sich bald die Oberschenkel und es wird etwas zäh. Im Ort angekommen geht es (glücklicherweise) erst ein wenig eben, dann leicht bergauf, was für die Beine mehr Erleichterung als Stress ist. Doch so geschmeidig wie am Anfang fühlt es sich nicht mehr an. Trotzdem nehme ich meiner Zielzeit mit jedem Kilometer noch immer ein paar Sekunden ab.

Die Marathon-Marke kurz vor dem steilen Anstieg zur Passhöhe ist gemessen an anderen markanten Punkten der Strecke unspektakulär. Jetzt also soll sie kommen, die gefürchtete Steigung. Ja, es geht merklich nach oben, aber noch immer ist es - wenn auch mit kleinen Schritten - gut zu laufen. Viele andere scheinen das anders zu sehen und verlagern sich aufs Wandern. Gut so, dann komme ich vielleicht im Ranking etwas nach vorne!

Oben auf der Passhöhe angekommen ist dort "der Teufel los" und ich erlaube mir dann auch ein paar Schritte. Hier wird mächtig gefeiert!  Kurz danach treffe ich unerwartet auf einen Stand meines Vereins, wo ich mit einem Extra-Becher Cola und Wasser versorgt werde. Die angebotene frische Mango verschmähe ich, weil ich nicht sicher bin, was mein Magen dazu sagen würde. "Nur noch 300 m geradeaus, dann geht es bergab" wollen die Kollegen mich aufmuntern. Für mich klingt es in dem Moment eher wie eine Drohung, da die Beine eigentlich nicht mehr nach unten laufen wollen. Auch die in den Kurven seitlich geneigte Passstraße ist nicht nach ihrem Geschmack. Egal, da müssen sie halt durch und tapfer (wenn auch etwas langsam) den Berg hinunter laufen.

Der Blick auf die Uhr zeigt unten, dass ich zwar insgesamt deutlich schneller als geplant bin, aber die magische Grenze von 5 Stunden, mit der ich zwischenzeitlich im Anfall von grenzenlosem Optimismus geliebäugelt hatte, wohl nicht mehr knacken werde. Macht das etwas aus? Nein, ganz und gar nicht! Ich freue mich über das herbstliche Licht, die noch immer angenehmen Temperaturen, die begeisterten Menschen, die Musik und die Anfeuerungen rund um mich herum. Und ich bin dankbar, dass ich diese Momente überhaupt erleben darf.

Jetzt noch ein kurzes Stück auf der halbseitig gesperrten Schnellstraße Richtung Ziel laufen, um zwei Kurven herum und der Zielbogen ist zu sehen. Auf den Schlussspurt kann ich gut verzichten und freue mich riesig von Beate im Ziel empfangen zu werden.

Breedekloof Camino

Unsere ursprünglich Planung war, bereits Ende März zurück nach Deutschland zu fliegen. Dann kam über Louise und Wimpie im November die Idee, gemeinsam in einer Gruppe von 12 Freunden im April in 5 Tagen den Breedekloof Camino zu erwandern. Wir haben unsere Abreisepläne verschoben und zugesagt.

Die Gruppe kennen wir nur teilweise, aber jeder hängt mit irgendjemandem irgendwie zusammen:

Lizette & Louise sind dabei und Louise & Wimpie.
Leatitia (aus Johannesburg) kennen wir auch schon viele Jahre aus gemeinsamen Aktivitäten. Unter anderem war sie 2014 gemeinsam mit ihrem Mann, der zwischenzeitlich leider verstorben ist, bei unserer Mountainbike-Alpenüberquerung dabei. Sie hat sich ein Yoga-Studio in Jo'burg aufgebaut.
Idelette, mittlerweile auch Witwe, gehörte mit ihrem Mann ebenfalls zum Round Table Richards Bay. Mittlerweile verbringt sie immer wieder mehrere Monate am Stück in Großbritannien als Senioren- und Hospitz-Pflegerin.
Erika ist eine Freundin von Louise & Wimpie, lebt seit vielen Jahren in Windhuk, Namibia, und betreibt dort u.a. ein Guesthouse. Sie hat vor einem Jahr ihren Mann auf tragische Weise verloren und ist die eigentliche Initiatorin dieser Wandertour. Den Jahrestag des Todes ihres Mannes wollte sie nicht alleine in Windhuk verbringen ...
Ancherien wiederum ist eine langjährige und gute (Schul-)Freundin von Erika. Sie lebt in Port Elizabeth und jettet als HR-Verantwortliche für ein größeres internationales Unternehmen immer wieder durch die Welt. Sie ist begeisterte Läuferin und Rennradfahrerin und hat sich mit Frank gleich eine Menge zu erzählen ...
Daleen kommt ebenfalls aus Richards Bay, lebt aber mittlerweile mit ihrem Lebensgefährten Peter, der auch mitwandert, in Kapstadt.

Es ist Luxus-Wandern: Unser Gepäck wird transportiert und wir brauchen nur unseren Tagesrucksack zu tragen. Wir wohnen in unterschiedlichen Cottages und Guesthouses, genießen Vollverpflegung und werden mit einem Kleinbus morgens zu unserem Wanderstartplatz gebracht und nachmittags am Ziel der Tageswanderung wieder eingesammelt. Jeder Tag ist garniert mit einer kleinen Sektpause zwischen durch (wir wandern halt durch eine Weinregion ...), Wine-Tastings oder ein Gin-Tasting nach der Wanderung und leckerem Abendessen.

Organisiert wird das alles durch ein erst seit kurzem existierendes Familienunternehmen: Hauptorganisator ist, der Sohn (Degenaar). Der Vater (Kobus), hatte mal ein Restaurant und kümmert sich zusammen mit der Mutter (Charmaine) um das Essen - echt lecker ... -, die Tante (Louise) kümmert sich primär um die Koordination mit den Gästen und es gibt noch ein paar Angestellte die für weitere organisatorische Dinge zuständig sind, als Wander-Guide (Dohann) die Gruppen begleiten bzw. als Fahrer (Bernard) dabei sind. Innerhalb der Täler Breede Valley und Slanghoek Valley ist man unter den Weinfarmern gut vernetzt und hat ein großes Interesse daran, diese schönen, von Bergen umrahmten Täler durch einen sanften, naturnahen Tourismus weiter zu erschließen.

Auch hier sind die gut angelegten Wanderwege nicht auf öffentlichem Gelände, sondern alle auf irgendwelchen Weinfarmen. Man muss also jeweils auf die Farm fahren und sich dann auskennen. Deshalb auch der Guide ... Die meiste Zeit wandern wir auf halber Höhe zwischen Tal und Berggipfeln durch wunderschöne Natur und fast immer mit weiten Ausblicken auf das jeweilige Tal. Die ausgewiesenen Tagestouren modifizieren bzw. verkürzen wir manchmal etwas, damit es für alle in der leistungsmäßig etwas heterogenen Gruppe passt. Den Spaß an den Wanderungen mindert das nicht.

Tag 1:

Wir starten mit regnerischem Wetter im Slanghoek Valley nach einer Nacht in Vierer-Cottages im Dwarsberg Trout Hideaway. Unser Guide ist Dohann, der auch Touren auf dem Tafelberg macht und Klettertouren organisiert. Der Regen ist zum Glück nicht ganz so heftig, so dass wir mit Regenjacken einigermaßen trocken bleiben. Ab mittags bleibt es trocken, aber die Sonne zeigt sich an diesem Tag leider nicht. Abends gibt's eine erste Weinprobe mit lokalen Weinen aus dem Breede Valley, die uns durch eine Winzerin des Tales präsentiert werden. Die folgende und auch die nächsten beiden Nächte wohnen wir - wieder in Vierer-Cottages - im Slanghoek Moutain Resort und fahren von dort täglich zu unseren Startpunkten.

Tag 2:

Am nächsten Morgen scheint wieder die Sonne. An unserem Startplatz werden wir von einer freudig bellenden Hündin begrüßt, die uns den ganzen Tag begleiten wird. Zur Mittagspause bekommen wir wieder MCC, Orangensaft und ein Lunchpaket. Wir wandern noch etwas weiter, werden an unserem Zielpunkt von einem Bakkie (= Pick-Up) erwartet, reisen ein Stück echt afrikanisch stehend auf der Ladefläche, um dann mit einer weiteren Weinprobe auf der Wein Farm Du Toitskloof den Nachmittag ausklingen zu lassen. Die Hündin, die die ganze Strecke mit uns - durch ihr Hin- und Herlaufen vermutlich doppelt - gelaufen ist, ist todmüde und wird von Bernhard zur Farm, auf der wir morgens gestartet sind, zurückgebracht. Sie schläft noch auf der Ladefläche ein ...
Im Slanghoek Resort bekommen wir wieder ein leckeres Abendessen und beschließen den Tag mit einem Bad in unserm Hot Tub auf unserer Terrasse und einem letzten Glas Wein. 

Tag 3:

Auch heute ist die Reihenfolge Wandern, Lunchpause, Wine Tasting, dieses Mal auf der Janson's Hill Wine Farm. Abends essen wir in einem italienischen Restaurant Pizza, Nudeln oder Steak.

Tag 4:

Der letzte volle Wandertag (morgen ist es nur noch eine kleinere Etappe). Zu Beginn wandern wir über einen Hang, an dem es vor einem Jahr heftig gebrannt hat. Das Feuer hat scheinbar alles nieder gemacht, und doch fängt das erste Grün schon wieder an zu sprießen. Heute gibt es ausnahmsweise mal keine Wein Tasting ... 😕 sondern ein Gin Tasting ... 😂🤣. MONKS - The Alchemy of Gin.

Die letzte Nacht verbringen wir im River Edge, einer Selbstversorger-Unterkunft. Da wird uns zum Abschied noch einmal ein leckeres Abendessen serviert. Ein wenig Abschiedsstimmung kommt schon auf ...

Tag 5:

Zum Abschied ist es herbstlich geworden. Die Wolken sind wieder da und es hat sich merklich abgekühlt. Unsere letzte kleine Wanderung startet und endet auf der Bosjes Farm und führt uns durch das Bosjes Nature Reserve. Dort gibt es Antilopen und auch Giraffen sollen dort leben. Die Giraffen verstecken sich allerdings heute vor uns; vermutlich ist es denen auch zu kalt ... Dafür sehen wir eine Reihe wunderschöner Proteas.

Auf der Farm ist eine futuristische Kapelle errichtet worden, eingebettet in einen Park, der verschiedene biblische Themen aufgreift. Sehr beeindruckend.

"An atmosphere of quiet and calm pervades the unadorned interior space of the impressive BOSJES cahpel.

The design by Steyn Studio of London was inspired by Scripture, Psalm 36:7. (Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes / und dein Recht wie die große Tiefe.Herr, du hilfst Menschen und Tieren.) From the inside, glass walls offer uninterrupted views of the surrounding mountains, valleys and gardens.

The Biblica theme is carried through to the surrounding gardens with flora mentioned in the Bible. Meandering pathways offer peace an serenty, rekindling life an energy."

Mit einem letzten gemeinsamen Mittagessen gehen unsere 5 Wandertage dann unweigerlich zu Ende. Wir fahren zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Dwarsberg Trout Hideaway und dann heißt es "Tschüss sagen" zur alten und neu gewonnenen Freunden. Vielleich trifft man den ein oder anderen ja doch mal wieder, wie Ancherien in Port Elizabeth oder Erika in Windhuk ... Schön war's.

Frank und ich fahren jetzt zurück nach Somerset West und dann heißt es in den nächsten Tag das Haus für eine längere Abwesenheit vorzubereiten und für unsere Rückreise nach Deutschland zu packen. In nur vier Tagen fliegen wir zurück ...

Abschied

Acht Monate waren wir jetzt hier. Mit den Renovierungsarbeiten in den ersten Monaten und den vielen Aktivitäten und neuen Eindrücken ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Jetzt bleiben uns noch vier Tage bis zur Abreise. Bevor wir zu unserer Wandertour gestartet sind, haben wir alle wichtigen Dinge für unsere Abwesenheit regeln können:

Jens, der seinerzeit die baulichen Veränderungen für uns gemacht hat, wird sich ums Haus kümmern. Er bekommt Zugang zu Grundstück und Haus und wird bei der Security-Firma als Ansprechpartner gelistet. Die noch ausstehenden finalen Arbeiten in dem kleinen Appartement wird er ebenfalls koordinieren.

Galu kümmert sich weiterhin 1 x pro Woche um Garten und Pool.
Soflina wird 1 x im Monat das Haus sauber halten, damit nicht alles einstaubt und sich keine kleinen ungebetenen Mitbewohner einnisten.
Louis & Lizette haben ebenfalls Schlüssel und Fernbedienung für Tor und Haus, nur für den Fall, dass tatsächlich ein größeres Problem auftreten sollte.

So laufen diese letzten Tage erstaunlich entspannt für uns ab. Packen müssen wir nicht viel, bis auf die Computertechnik und etwas Sportequipment von Frank bleibt alles in Somerset West. In Greven haben wir ja einen kompletten Haushalt. Da bleibt sogar noch Zeit für einen letzten Strandspaziergang ...

Ein komisches Gefühl ist es aber schon für uns beide. Wir fragen uns, ob wir jetzt zurück nach Hause fliegen oder ob wir unser Zuhause verlassen. Es ist wohl beides ... zwei Zuhause halt ...

Als wir am Karfreitag mittags nach 20 Stunden Reise (Flug Kapstadt-Istanbul-Düsseldorf) aus dem Flugzeug steigen, fühlt es sich bereits nur noch wie die Rückkehr aus einem längeren Urlaub an. Und als wir 3 Stunden später in Greven ankommen, ist es, als wären wir kaum weggewesen. Unsere Nachbarn Petra und Hansi haben sich perfekt um unser Haus gekümmert und sogar den Kühlschrank mit den wichtigsten Dingen für diesen einen Tag gefüllt. Dass wir tatsächlich doch etwas länger weg waren, merken wir nur daran, dass wir bei ganz alltäglichen Handgriffen in der Küche tatsächlich überlegen müssen, hinter welcher Schranktür oder in welcher Schublade sich denn so manche Dinge verbergen. Und irgendwie fahren die hier alle auf der falschen Straßenseite ... 😉

Nach den Ostertagen hat uns der Alltag bereits wieder. Wir freuen uns auf Freunde und Familie und ... wir freuen uns auf den nächsten September, denn dann geht's zurück in unseren Cape Dream ... 🙂😎

März 2024

Auch der März ist nicht langweilig, aber es wird herbstlich. Die Tage sind zwar überwiegend noch warm und sonnig, aber abends kühlt es schon spürbar ab. Das Licht hat sich verändert, weil die Sonne tiefer steht und Tage werden merklich kürzer. Trotzdem sind wir viel unterwegs.

Hier ein paar Bildergeschichten ... 😉

Die Lauffreunde (Helderberg Harriers) von Frank sind bei uns zu Besuch

Mountainbiking im Elgin Valley: Start und Ziel ist das Bike-Hotel Trail's End.

Geburtstagswanderung in in der Nähe von Franschhoek

Full Moon Hike im Muratie Wine Estate

Zeitz Museum of Contemporary Art Africa, Kapstadt

Cape Town Triathlon

Wie auch schon bei anderen größeren Sportveranstaltungen wird vor dem Start eine kurze Ansprache gehalten: Wie schön es sei, vor dieser grandiosen Kulisse so eine Sportveranstaltung durchführen zu können. Wie stolz man sei, Teil dieses Landes zu sein, wie dankbar, die Apartheit überwunden zu haben dank ihres Helden Nelson Mandelas, trotz all der Probleme die es sicherlich immer noch gebe. Dann werden alle aufgefordert die Nachbarn rechts und links zu umarmen oder bei der Hand zu nehmen, um gemeinsam die Nationalhymne zu singen. Doch die Technik streikt ... Gut zwei Minuten warten alle, dass die Musik erklingt, aber es passiert nichts. Dann tritt - ganz offensichtlich ungeplant - die Programmdirektorin dieser Veranstaltung mit einem Mikrofon nach vorne und singt die Nationalhymne ganz ohne Musikbegleitung: Die ersten beiden Zeilen der ersten Strophe in isiXhosa, die folgenden beiden in isiZulu, gefolgt von Sesotho in der zweiten Strophe, Afrikaans in der dritten und Englisch in der vierten Strophe. Ein echter Gänsehautmoment ...

Und wie war's für Frank?
Auch ein Gänsehautmoment aber nicht nur wegen der von vielen selbstverständlich mitgesungenen Hymne, sondern auch wegen der angesagten Wassertemperaturen: 14 bis 15 Grad und der "tröstlichen Aussicht", dass wegen der Strömung sicherlich nicht so viele Quallen unterwegs sein sollen wie sonst. Vorsorglich solle man sich das Gesicht mit Vaseline einschmieren. Dann würde es weniger brennen, wenn es zur Begegnung im trüben Wasser käme...
Nun ja, kalt war das Wasser schon, aber Frank gewöhnt sich erstaunlich schnell daran. Vielleicht auch deshalb, weil er mit den Wellen kämpfen muss, um in einen Schwimmrhytmus zu kommen und nicht zu viel Salzwasser zu schlucken.
Das Radfahren auf der abgesperrten Uferpromenade zwischen Fußballstadium und Seapoint verspricht eine tolle Kulisse. Für die hat Frank aber wenig Sinn, da es sich (eher unüblich für eine Olympische Distanz) um ein Rennen mit Windschattenfreigabe handelt und er schon kurz nach den ersten 100 m auf der Strecke eine Gruppe findet, der er sich anschließen kann. Da bleibt bei den wenigen Zentimetern, die man vom Hinterrad des Vordermanns entfernt ist wenig Zeit, um Robben Island oder die Strandpromenade zu bewundern.
Die morgendlichen Laufrunden mit den Freunden (und die neuen Carbonschuhe) zahlen sich dann auch bei den fünf Runden um den Golfplatz aus. Den Ersten seiner Altersklasse kann er zwar damit nicht schlagen, aber ein Plätzchen auf dem Podium ist dann doch drin.

Und noch einmal Renovierung ...

Einige Renovierungsarbeiten hatten wir ganz bewusst in unseren nächsten Südafrika-Aufenthalt (2025/2026) geschoben: das kleine Sutterrain-Appartement, Erneuerung der Pflasterung rund um den Pool, Verbreiterung des Eingangs-Gates, evt. neue Garagentore ...

Ende Februar haben wir dann entschieden, das Appartement doch noch vor unserer Abreise in Angriff zu nehmen. Die Vorbesitzer des Hauses hatten diese beiden Räume teilweise zu einem Weinkeller umgebaut, den wir definitiv nicht brauchen, und als Abstellraum genutzt.

Eine zusätzliche Wand, die einen der beiden ohnehin nur kleinen Räume teilt, wird herausgebrochen, Elektroleitungen werden teilweise unter Putz gelegt und im Bad muss das Waschbecken ersetzt werden. Bei der Gelegenheit lassen wir auch gleich eine Außendusche installieren, damit man bei Poolnutzung zum Duschen nicht erst durchs Haus laufen muss. Das alles klappt auch tatsächlich noch im Laufe des Märzes. Nur das finale Verputzen der Wände und der Neuanstrich klappen vor unserer Abreise leider nicht mehr, weil die beiden Maler, die dafür in Frage kommen, bis in den April hinein ausgelastet sind. Das muss dann während unserer Abwesenheit passieren.

Jetzt sind wir Mitglieder der "Friends of Helderberg Nature Reserve"

Februar 2025

Cape Peninsula und Milkwood Run

Von der Kap-Halbinsel haben wir in den letzten Monaten immer nur den Norden bis Hout Bay besucht. Anfang Februar machen wir uns an einem Samstagmorgen auf den Weg und fahren über das kleine verschlafene Urlaubsörtchen Scarborough bis zum Kap der guten Hoffnung an der Südspitze. Obwohl es Wochenende ist, hält sich der Ausflugsverkehr in Grenzen und nur direkt am Kap ist es etwas voller. Es ist viele Jahre her, dass wir zuletzt hier waren, und wir hatten gar nicht mehr so recht vor Augen, wie schön der südliche Teil des Table Mountain National Parks mit seiner rauen Küstenregion eigentlich ist. Wohl eher aus Werbegründen wird oft behauptet, dass am Kap der Guten Hoffnung der raue Atlantik und der wärmere Indische Ozean aufeinander treffen, und auch hier an dieser Stelle finden wir ein Schild mit einem entsprechenden Hinweis. Es stimmt aber wohl nicht so ganz ... Irgendwo da draußen, ca. 200 km vor der Küste, zwischen hier und dem Kap Agulhas treffen der vom Süd-Atlantik nordwärts fließende Benguela-Strom und der von Nord-Osten kommende Agulhas-Strom aufeinander. Die Vorstellung, dass das das hier direkt vor unseren Augen passiert, ist aber trotzdem ganz nett ... 😉

Dann geht es zurück nach Kommetjie, wo wir ein kleines Appartement für die Nacht gebucht haben, denn am nächsten Morgen (natürlich wieder "mitten in der Nacht" ...) läuft Frank beim Milkwood Run einen Halbmarathon entlang der Küste von Kommetjie nach Scarborough und zurück. Die Laufstrecke führt mal unten, mal oben (350 Höhenmeter ...) die ganze Zeit am Meer entlang mit wunderschönen Ausblicken. Nach einer Zeit von 1:48:48 ist es geschafft. Zum Schluss gibt's für alle Teilnehmer einen kleinen wilden Olivenbaum, den wir in unseren Garten pflanzen.

Beate macht derweil einen gemütlichen Strandspaziergang ... 😊

Der Rückweg nach Hause führt uns über den Noordhoek Beach, wo uns der Wind ganz ordentlich zerzaust, und den Silvermine Dam kurz vor Kapstadt.

Dylon Lewis - Sculpture Garden

Wir entdecken in Stellenbosch einen Skulpturen-Garten des südafrikanischen Künstlers Dylan Lewis. Den Garten kennen selbst Lizette und Louis noch nicht, also fahren wir zusammen hin. Dylan Lewis ist - wie wir lernen - nicht nur in Südafrika bekannt, sondern hat es sogar zu zwei erfolgreichen exklusiven Auktionen, die letzte in 2018, bei Christies in London gebracht. Also nur was zum Anschauen und definitiv nicht zum Kaufen ... 😉

Der Skulpturen-Garten ist wunderschön auf einer Farm am Fuße der Berge angelegt und in dieser Szenerie wirken die Skulpturen noch einmal doppelt beeindruckend. Die ganze Anlage ist so groß, dass wir gar nicht alles aufnehmen können und eine Woche später gleich noch einmal hinfahren, dieses Mal zusammen mit Ludger und Anne aus Steinfurt, die ein paar Tage ihres Urlaubs in Somerset West verbringen. Den Kunstgenuss adeln wir anschließend noch mit einer Weingut-Tour und einem gemütlichen Abendessen.

Von der Schwierigkeit, zu wählen ...

Wir sind so weit weg von Deutschland und doch so nah dran. Täglich verfolgen wir die Nachrichten ... mit Kopfschütteln, mit Ungläubigkeit und auch mit echter Sorge. Nichts kommt völlig überraschend, aber die Ereignisdichte global und auch in Deutschland erschreckt dann doch.

Wir wissen schon seit längerem, dass eine Wahl im deutschen Konsulat in Kapstadt für uns nicht möglich sein wird. Dort können nur deutsche Staatsbürger wählen, die in Südafrika wohnen, aber keinen Wohnsitz mehr in Deutschland haben. Eine Zeit lang haben wir gedacht, "Dann findet diese Wahl halt ohne uns statt", aber jetzt ist es uns doch wichtig, an dieser Wahl teilzunehmen. Das ist nicht unmöglich, aber leider ziemlich umständlich: Wir beantragen - das geht zum Glück online - Briefwahlunterlagen, die uns an unsere Adresse in Greven geschickt werden. Ein normaler Wahlbrief der Stadt Greven würde hier niemals pünktlich ankommen. Unser erster und einziger Papierbrief der City of Cape Town aus Mai 2024 ist im September angekommen, eine Weihnachtskarte von Alexander und Dani war immerhin schon im Februar da ...

Per DHL-Express (€ 80,00) schicken uns unsere Nachbarn Petra & Hansi die Unterlagen zu; das dauert eine knappe Woche. Ein Brief wurde geöffnet - angeblich aus Sicherheitsgründen ... -, aber es ist noch alles vollständig. Wir wählen am 13.02. und schicken die Wahlbriefe per DHL-Express an die Stadt Greven (von hier aus kostet das "nur" € 35,00 ...). Die DHL-Post wird der Stadt Greven pünktlich zugestellt und wir haben unser Ziel, wenn auch etwas mühsam, erreicht.

Langebaan: Blue Lagoon Triathlon und Hochzeitstag

Am 15. Februar findet in Langebaan an der Westküste der Blue Lagoon Triathlon statt. Angeblich die größte südafrikanisch organisierte Triathlon-Veranstaltung im Land. Frank startet beim  "ULTRA-SOLO" (2 km Schwimmen / 78 km Radfahren / 16,2 km Laufen), also eine Art Mittel-Distanz.

Wegen des starken Windes, der auf dem Atlantik Wellen von bis zu 3 m produziert, wird das Schwimmen in die Marina des Resorts verlegt. Damit ist das Wasser zwar ruhiger und auch die Schwimmstrecke wird auf 1700 m gekürzt, wärmer ist es jedoch nicht: 15 Grad fühlen sich nicht wirklich nach Badewanne an. Das Radfahren startet mit Glücksmomenten, da der Rückenwind und die noch relativ frischen Beine Geschwindigkeiten um die 40 km/h möglich machen. Leider währt das Glück nur ca. 10 km. Dann kommt der Wind erst von der Seite, danach frontal von vorne. Das hinterlässt auch Spuren auf dem Tacho: da stehen jetzt nur noch 20 km/h. Auf der zweiten Runde wiederholt sich das Spiel. Diesmal aber garniert mit einem Platten. Das Wechseln des Schlauches hätte Frank auch besser mal geübt. Dann wäre es sicher schneller gegangen. Auch das Laufen sorgt für ein Wechselbad der Gefühle: entlang des nur 2,7 km langen Rundkurses haben sich viele Zuschauer eingefunden, die richtig "Stimmung machen", auch wenn sicher schon die meisten Starter auf den kürzeren Distanzen "durch" sind. Leider muss auf jeder Runde aber auch das Wahrzeichen des Resorts, eine griechische Windmühle, besucht werden. Die thront dummerweise auf einer ca. 50 m Anhöhe, die immer wieder neu erklommen werden muss. 

Aber die Mühe lohnt sich: Frank wird zum ersten Mal Erster seiner Altersklasse (60 - 70 Jahre) ... aber auch Letzter. Er ist scheinbar der einzige in dieser Altersklasse ... 😉 Den großen Pokal müssen wir zum Glück nicht mit nach Hause nehmen, der ist nur für's Foto😂🤣

Und wieder machen wir ein wirklich schönes "Rahmenprogramm" rund um den Wettkampf. Wir wohnen in Langebaan direkt am Calypso Beach. Unser Zimmer ist die Honeymoon Suite ... schließlich haben wir Hochzeitstag ...😊 

Nach Langebaan hatte uns 2023 auch unsere Blumentour mit den Freunden geführt. Blumen blühen dort jetzt leider nur noch wenige, aber der West Coast National Park ist auch um diese Jahreszeit eine Reise wert und es ist deutlich wärmer als seinerzeit im August.

Cape Town Art Fair - sehen und gesehen werden ...

In Cape Town findet eine große Kunstmesse auf dem Messegelände statt. Wir sehen viel, aber nichts, was uns so richtig begeistert. Wir erinnern uns an die kürzlich gehörte Aussage, dass sehr viele Künstler in ihren Werken persönliche Traumata verarbeiten, und genau so kommt uns auch vor, was wir sehen. Viel Düsteres, Depressives und sehr wenig, was ein Lächeln auslöst. Dafür sind die Menschen, die hier unterwegs sind, um so bunter und vielfältiger ...

Baustellen, Load Shedding und andere Alltagsthemen ...

Immer mal wieder hören wir die Frage: "Was macht ihr denn eigentlich den ganzen Tag?" Dahinter steht vermutlich der nicht ausgesprochene Gedanke, "Ihr könnt doch unmöglich monatelang nur Urlaub machen ...". Stimmt, können wir auch nicht. Komisch, dass uns diese Frage in Deutschland eher nicht gestellt wurde, mit Ausnahme der Zeit kurz nachdem Beate bei der Bank aufgehört hatte. Wir machen das, was wir in Deutschland auch gemacht haben, nur mit dem Unterschied, dass wir den Alltag in angenehmeren Temperaturen und mit einem schöneren Ausblick aus Fenstern und Garten verbringen. Frank geht seiner Beratertätigkeit weiter nach und macht dort wie hier viel Sport. Beate ist weiter, wenn auch etwas eingeschränkt für den Kinderschutzbund aktiv, geht statt an der Ems am Strand spazieren und macht auch sonst ganz ähnliche alltägliche Erledigungen wie zuhause.

Auch hier ist immer wieder etwas am Haus (das ist kein Neubau ...) und im Garten in Ordnung zu bringen. Mal ist die Balkontür defekt, mal hat die Gartenbewässerung ein Leck, mal haben wir Ameisen (zum Glück nur die ganz kleinen) in der Küche und mal kommt uns eine Gruppe Hadidas (das sind die großen, etwas prähistorisch aussehenden Ibis-Vögel) besuchen, machen einen Riesenlärm und sch...en uns die Terrasse voll.  

Auch unsere Renovierungsarbeiten sind längst noch nicht alle abgeschlossen, weil wir einiges auch erst einmal nach hinten geschoben haben. Außerdem kommt dann immer auch mal die ein oder andere weitere Idee dazu ...

Hier wie dort treffen wir uns zwischendurch mit Freunden und unternehmen immer mal wieder auch etwas Schönes. Vieles ist nur einfach etwas anders und neu hier und damit ist es im Moment noch spannender und besonders.

Aber auch hier gibt es die Dinge, die lästig sind: Nachbarn um uns herum, die gefühlt im Moment alle ihre Häuser renovieren mit entsprechendem Lärm. Hunde, um die sich zeitweise niemand kümmert und die dies dann mit stundenlangem Bellen beklagen. Ein heftiger Wind, der manchmal tagelang ab mittags bläst und einem den Spaß am Pool und im Garten sitzen dann etwas verleidet. 

Seit kurzem - es war fast ein Jahr Ruhe - gibt es auch wieder Load Shedding. "Das Phänomen Load Shedding, zu deutsch: Lastabwurf, bezieht sich auf die geplante, vorübergehende Abschaltung der Stromversorgung in bestimmten Gebieten. Die Abschaltung folgt einem festgelegten Zeitplan – derzeit dreimal täglich für bis zu 4,5 Stunden, je nach Einordnung in einem Stufensystem von 1 bis 8. Abwechselnd werden dabei ganze Regionen oder Stadtteile vom Stromnetz genommen. So will der staatliche Stromkonzern Eskom, der für den Großteil der Energieversorgung in Südafrika verantwortlich ist, einen vollständigen Blackout auf Grund einer Überlastung des Stromnetzes verhindern." Im Moment ist man allerdings mit Hochdruck dabei, die Schwächen im Stromnetz zu beheben und Eskom gelobt, dass Load Shedding immer seltener notwendig sein wird. Im Moment ist es jedenfalls gut, dass wir dem Frieden nicht getraut und in eine Solaranlage investiert haben. So sehen wir zwar in der entsprechenden App wann der Strom abgeschaltet wird, aber wir merken nichts weiter davon, weil wir den Strom, den wir brauchen nahezu komplett selbst produzieren.

Im letzten Winter hat es hier viel geregnet. Die Wasserspeicher sind voll und wir können problemlos den Garten bewässern und den Pool dann und wann nachfüllen. Vor zwei Jahren war das hier ganz anders. Da war das Wasser echt knapp und Gartenbewässerung und Pool mit Leitungswasser füllen war über Monate verboten. Wir denken also auch darüber nach, ob wir einen eigenen Brunnen bohren lassen, damit wir auch da autark sind, falls das Wasser mal wieder knapp wird. Vielleicht ein TODO für die nächste Saison hier ... 😉

Klassik und Pop unter dem Sternenhimmel

Einmal im Jahr, in diesem Jahr am letzten Februar-Wochenende, mutiert das ehrwürdige und an normalen Tagen eher ruhige und beschauliche Wein-Estate Vergelegen zu eine großen Konzert-Location unter freiem Himmel. Ein großer VIP-Bereich mit rd. 1.400 Plätzen, ordentlich in Stuhlreihen und dahinter Picknick-Area für sicherlich noch einmal 1.000 bis 1.500 Besucher.

Dieses Jahr sind wir auch dabei in einer Gruppe von 5 Paaren, 3 x Südafrika, 2 x Deutschland. Bepackt mit Campingstühlen und komplettem Picknick finden wir einen Platz direkt hinter dem VIP-Bereich und genießen einen schönen und unterhaltsamen Sommerabend mit einem 3-stündigen "AfroSymphonic Concert", einer Mischung aus Klassik, Oper, Rock und internationalem und lokalem Pop. Ein toller Abend ...

Noch ein wenig Natur ...

Besucher ...

Januar 2025

Lieber Besuch ...

Von Anfang an hatten wir gesagt, die ersten Monate brauchen wir zum Renovieren und Einrichten und bis Weihnachten wollen/werden wir damit fertig sein. Pünktlich am 25. Dezember bekommen wir den ersten längeren Besuch aus Deutschland: Heike und Jörg wollen dem Feiertagsrummel und dem winterlichen Wetter entfliehen und haben Anfang Dezember spontan entschieden, uns zu besuchen. Wir freuen uns total.

Die nächsten eineinhalb Wochen sind eine Mischung aus vielen Weinfarm-Besuchen (solche, die uns besonders gefallen haben, solche die man einfach mal gesehen haben sollte, und solche, die wir die ganze Zeit schon besuchen wollten), Ausflügen über schöne Küstenstraßen und Bergpässe, Fahrt nach Hermanus und zu den Pinguinen in Betty's Bay, der Alfred & Victoria Waterfront in Kapstadt und Relaxen am Strand oder zuhause am Pool. Gefühlt sind wir dabei die ganze Zeit nur am Essen und Trinken ...😉

Silvester feiern wir ganz gemütlich zusammen mit Lizette und Louis bei uns zuhause mit gemütlichem Essen und einem kleinen Feuer in der Feuerschale am Pool. Das ursprünglich erwartete Feuerwerk, das wir eigentlich mit dem Blick über Somerset West hätten sehen müssen, bleibt weitgehend aus. Frank hat schon am Morgen beim traditionellen Silvesterlauf erfahren, dass die "Knallerei" wegen der vielen Haustiere und der Brandgefahr im Sommer nur am Strand erlaubt sei. So sehen wir nur dort ein paar wenige Rakteten steigen ...

In der Zeit mit Heike und Jörg bewegen wir uns - teilweise gemeinsam mit Louis und Lizette - überwiegend in der Weinregion und an der touristischen Küste, also eher in einer Bubble. Um auch das "echte" Südafrika zu erleben, müssen wir weiter ins Landesinnere bzw. den Norden fahren. Das bedeutet etwas mehr Autofahrerei, aber dafür reicht die Zeit nicht aus. Die beiden müssen also definitiv noch einmal wiederkommen ...😊 

Suche nach einer schönen Erinnerung ...

Wir machen einen Ausflug Richtung Norden. Raus aus der Somerset Bubble, rein ins Hinterland: Malmesbury - Kloovenburg 8 Feet Wine Estate - Riebeek-Kasteel - Tulbagh Valley - Bains's Kloof Pass. Wir fahren durch hügeliges Farmland mit kleinen Siedlungen und Ortschaften und dann wieder Berge ... sehr schön!

Den Ausblick vom Kloovenburg 8 Feet Wine Estate hatten wir noch aus dem August 2023 vor Augen. Jetzt, wo alles grün ist, ist der Ausblick ein ganz anderer, aber ebenso schön.

Als wir an einer Kreuzung nach Tulbagh abbiegen sagt Frank: "Du magst mich jetzt für verrückt erklären, aber hier waren wir schon mal. Ich erkenne die Kreuzung wieder. Hier muss dieser schöne kleine Campingplatz am Berg sein." Wir versuchen schon seit geraumer Zeit herauszufinden, wo dieser wunderschöne ganz kleine Campingplatz am Berg war, auf dem wir vor Jahren (2009?) mit einem 4x4 und Dachzelt übernachtet haben. Das war ein traumhaft schöner Platz mit kleinem Naturpool, auf dem wir seinerzeit ganz alleine waren. Einen Moment lang erkläre ich Frank tatsächlich für etwas verrückt, denn für mich ist dies eine Kreuzung wie jede andere auch. Als wir dann weiter in das Tulbagh Valley reinfahren, klingelt es auch bei mir. Wir sind uns jetzt beide sicher, in diesem Tal muss es gewesen sein. Wo genau sind wir uns noch nicht ganz einig. Die Bergkette links, die Bergkette rechts?

Wir fahren weiter in das Tal rein, fragen nach besagtem Campingplatz aber bekommen nur bedauerndes Schulterzucken. Dann sehen wir plötzlich ein Schild: "Secret Falls". "Das ist es!" sind wir uns sofort einig. Leider haben wir kein Allrad-Fahrzeug, so dass wir dem Schild nicht folgen können, und um dort heute noch hoch zu wandern, ist es leider schon zu spät. Aber wir fahren zumindest ein Stück in die grobe Richtung zum Guesthouse "Tulbagh Mountain Manor". Dort treffen wir auch direkt auf die sehr freundliche Betreiberin und stellen erneut unsere Frage nach dem Campingplatz. Sie nickt verständnisvoll. Ja, den Campingplatz kennt sie noch, aber den gibt es leider nicht mehr. Ein südafrikanischer Milliardär hat das Gelände gekauft und es ist nicht mehr öffentlich zugänglich. Wie schade, aber der wusste vermutlich genau was er tat ... 

Mit unserer Suche nach "unserem Traum-Campingplatz" haben wir ungeplant gut 1,5 Stunden verbracht, aber das war es uns beiden jetzt mehr als wert. Etwas traurig, dass wir diesen wunderschönen Platz nicht noch einmal aufsuchen können, sind wir aber schon ... Aber wir haben das "Tulbagh Mountain Manor" entdeckt (findet man sogar auf booking.com) und wenn wir irgendwann einmal hier in dieser Gegend wandern oder Mountainbike fahren wollen, kann das definitiv eine gute Adresse sein.

Aus dem Tulbagh Valley fahren wir über den Bain's Kloof Pass zurück. Ein wunderschöner Tag ...

Mountainbike-Tour im Jonkershoek Nature Reserve bei Stellenbosch

Kogelberg Trail im Kogelberg Nature Reserve

Lizette hat Fotos von Freunden geschickt, die im Kogelberg Nature Reserve zum Wandern waren. Bilder mit einer wunderschön blühenden Fynbos-Landschaft.

Das Internet sagt dazu:
"Die Bezeichnung Fynbos stammt aus dem Niederländischen und heißt so viel wie feingliedriges Gebüsch. Dahinter verbirgt sich eine außergewöhnliche Artenvielfalt aus 7.000 Farn- und Blütenpflanzenarten. Darüber hinaus gibt es eine große Zahl endemischer Arten(rund 6.000 von insgesamt 8.500 Arten), die nur hier (in der Kapregion) vorkommen. Dazu zählt unter anderem die Nationalpflanze Südafrikas:die King Protea."

Also machen wir uns an einem Sonntagmorgen auf den Weg, um im Kogelberg Nature Reserve nach blühendem Fynbos zu suchen. Wir nehmen uns den Kogelberg Trail vor: 24 km, 838 Höhenmeter, geschätzte Zeit 8 Stunden. 2 Liter Wasser für jeden, Brote, Obst, Müsliriegel und zwei kleine Handtücher, denn im letzten Teil der Wanderung soll man baden können ... Der Aufstieg ist sehr schön, Fynbos überall. Obwohl es Sonntag ist, sind wir nach den ersten 30 Minuten bereits allein unterwegs und begegnen niemandem mehr. Die Kilometer oben auf der Höhe ziehen sich dann aber doch ziemlich, weil die Fynbos-Landschaft zwar definitiv sehr reizvoll ist, aber sich nicht groß verändert über die Zeit. Die Farbexplosionen von den Fotos finden wir hier nicht und wir fragen uns, ob die Fotos wohlmöglich gar nicht aktuell, sondern zu einer anderen Jahreszeit gemacht wurden. Aber wenn das große Bild zunächst nicht den Erwartungen zu entsprechen scheint, muss man vielleicht einfach nur nach den vielen kleinen schönen Details Ausschaut halten. Und wir finden sie ... Eine (für die weniger trainierte Beate) anstrengende, aber insgesamt schöne Wanderung. Das Bad im Fluss entschädigt definitiv und kühlt die strapazierten Füße ... 

Sabie Park + Krüger National Park

Der Januar endet für uns mit einem absoluten Highlight. Lizette & Louis haben uns für eine Woche nach Sabie Park eingeladen. Wir fliegen von Kapstadt nach Johannesburg, wo uns die beiden von Flughafen abholen und dann fahren wir in rund 5 Stunden nach Osten Richtung Kruger Park. Zwischen der Provinz Gauteng, wo Johannesburg und Pretoria liegen, und dem Krüger Park liegt die Provinz Mpumalanga, wo rund 80 Prozent der Kohle in Südafrika gefördert werden, und mehr als eine Million Menschen von der Branche abhängig sind. Die Landschaft ist von dieser Industrie geprägt. Überall sieht man große Abraumhalden und immer wieder Kohlekraftwerke. Wir machen Pause an einer großen, wir würden sagen "Autobahnraststätte". Am Horizont sieht man ein Kohlekraftwerk und davor grasen Nashörner und Antilopen in einem riesigen Freigehege. Das ist schon etwas skurril ...

Sabie Park ist ein privates Nature Reserve und grenzt unmittelbar, nur durch den Sabie River getrennt, an den Kruger National Park im Südwesten. Vor vielen Jahren hatten sich die Eltern von Lizette einen Traum erfüllt, in diesem Park ein Grundstück gekauft und ein Haus mitten im Busch gebaut. Noch heute sind die Regeln streng: Niemand darf hier auf Dauer wohnen, die einzelnen Häuser dürfen maximal vier Monate im Jahr belegt sein. Es gibt keine Zäune um die einzelnen Grundstücke, damit sich die Tiere dort frei bewegen können. Giraffen, Zebras, Impalas, Säbelantilopen, Warzenschweine und viele andere Tiere, die man eher selten zu Gesicht bekommt, leben in dem Park. Auch Hyänen (wir konnten sie nachts hören ...) und Leoparden sind hier angeblich unterwegs. Lediglich Elefanten und Löwen werden, sollten sie sich aus dem Kruger Park dorthin verirren, auf sanfte Weise wieder hinausbefördert. Die Häuser sind so weit voneinander entfernt, dass man das Gefühl hat, weit und breit allein zu sein. Keine laute Musik, keine Mofas oder Motorräder keine Hunde ... Nur die Geräusche des Buschs. Es gibt keinen Anschluss an das Stromnetz und bevor es Solaranlagen gab, war die einzige Energiequelle Gas zum betreiben eines Kühlschranks und als Licht dienten ausschließlich Kerzen und Parafin-Lampen.

Die Temperaturen sind afrikanisch ... Während es am Kap bis auf wenige Ausnahmetage bislang tagsüber so zwischen 25 und 30 Grad ist, meistens ein Wind weht und es nachts auf unter 20 Grad abkühlt, ist es hier um diese Jahreszeit schon ordentlich heiß: in der Regel satt über 30 Grad und die Nächte sind definitiv tropisch ...

Durch das Paul Kruger Gate, das nur wenige Kilometer vom Gate des Sabie Parks entfernt ist, kommt man in den Kruger Park. Bereits im Dezember hatten wir uns eine Wildcard besorgt, mit der wir freien Eintritt in viele südafrikanische Parks und somit auch den Kruger National Park haben. Mit unseren mehrjährigen Visa gelten wir als "South African Residents" und müssen so nur den deutlich niedrigeren Preis für diese Wildcard bezahlen.

In den fünf Tagen, die wir dort sind, fahren wir jeden Morgen (um 5:30 Uhr ...) in den Kruger Park. Zum Glück ist Nebensaison und nicht allzu viele Besucher dort. Es ist Regenzeit, alles ist grün, die Büsche und Bäume sind dicht belaubt und das Gras ist hoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir viele Tiere sehen, halten wir nicht für sehr groß, weil sie sich in der dichten Vegetation gut verstecken können, aber diese grüne Landschaft ist toll und vielleicht haben wir ja doch auch das ein oder andere Mal einfach Glück.

Und wir haben Glück. Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Büffel, Affen, verschieden Antilopenarten, Warzenschweine, diverse kleinere Tiere kreuzen unseren Weg und kommen teilweise richtig nah an unser Auto heran. Selbst eine Löwin bekommen wir zu Gesicht und zum allerersten Mal sehen wir, wenn auch nur kurz, einen Leoparden in freier Wildbahn. Nach und nach interessieren wir uns auch für die Vogelwelt und haben Spaß daran, die teilweise farbenfrohen Gesellen mit dem Fernglas auszumachen und zu fotografieren.

Zwischendurch machen wir immer mal wieder eine Pause in den verschiedenen Camps und Lodges im Park und essen und trinken dort eine Kleinigkeit. Am frühen Nachmittag sind wir in der Regel zurück und relaxen am Pool von Sabie Park oder auf der Terrasse des Hauses. Am Spätnachmittag fahren wir noch einmal zum Picknick-Platz des Nature Reserves, der direkt am Sabie River liegt. Ebenfalls ein total friedlicher Ort, an dem der ein oder andere Buschbewohner mal vorbeischaut. Abends kochen bzw. grillen wir. Außer ein paar Getränken müssen wir nichts einkaufen, da wir das schon auf den Weg von Johannesburg hierher erledigt haben.

Es ist eine wunderschöne Woche mit vielen tollen Tiererlebnissen und hunderten von Fotos. Hier eine kleine Auswahl ... (beim Anklicken werden sie größer)

Dezember 2024

Die längsten Tage des Jahres ...

21. Dezember - Sonnenaufgang: 5:30 Uhr, Sonnenuntergang: 19:56 Uhr - der längste Tag des Jahres. Wir sind näher am Äquator als in Deutschland, also sind die Sommertage kürzer. Auch hier gibt es eine Dämmerung, aber um 20:30 Uhr ist es definitiv dunkel. Da wir früher aufstehen, sind die Tage objektiv nicht viel kürzer als im deutschen Sommer. Subjektiv sind sie deutlich kürzer. Zu viele Aktivitäten und Dinge die wir erledigen müssen/wollen ...

Advent am Kap

Das ist gar nicht so anders als bei uns. Auch hier waren die ersten Weihnachtsartikel Ende Oktober in den Geschäften, auch hier dudelt seit Anfang Dezember überall im Einzelhandel die Weihnachtsmusik in Dauerschleife und auch hier sind die Geschäfte voll, und die Menschen gestresst.

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass hier die Zeit von Mitte Dezember bis Mitte Januar die Haupturlaubszeit im Jahr ist. Viele produzierende Betriebe machen Betriebsferien und jetzt noch mal eben etwas bestellen, was nicht auf Lager liegt, ist nicht unbedingt erfolgreich. Anfragen für Dienstleistungen wurden bereits seit Anfang des Monats häufig mit einem entschuldigenden Lächeln kommentiert und mit dem Satz "Machen wir sehr gerne, aber wir haben jetzt so viel zu tun, das klappt dieses Jahr nicht mehr ..."

Könnte man ja als Anlass für Entschleunigung nehmen ..., klappt aber irgendwie nicht so richtig, sondern ist eher etwas nervig. Genervt sein hilft aber auch nicht weiter, also versuchen wir uns einzureden, dass wir jetzt auch einfach Urlaub haben: Urlaub vom durch die Geschäfte laufen, obwohl doch immer noch so viel Kleinkram fehlt. Urlaub vom Suchen nach den noch fehlenden Möbelstücken. Urlaub vom "Wir müssten noch dieses ...", "Wir müssten noch jenes ...".

Auch Weihnachtsmärkte gibt es hier, aber es sind eher "Gift Markets" als "Christmas Markets". In Hallen, Zelten oder Gemeindesälen präsentieren viele verschiedene Anbieter ein breites Sortiment an Waren. Wer noch irgendein Geschenk sucht, hat gute Chancen, hier fündig zu werden. Nach der Einkaufstour kann man dann noch eine Kleinigkeit essen oder etwas trinken. Kein Markt ohne Food-Bereich. Die Märkte ähneln sich. Hat man drei, vier davon besucht, hat man das Gefühl, alles gesehen zu haben. Also auch das nicht viel anders als bei uns. Im Großen und Ganzen sind diese Märkte aber schlichter als die deutschen Weihnachtsmärkte, leiser sind sie auch und es gibt keinen Glühwein ... 😉

Auf dem Dachboden haben wir vor einiger Zeit einen recht großen künstlichen Weihnachtsbaum gefunden. Soflina kannte den gar nicht, der muss also noch von den Vor-Vor-Besitzern stammen. Er ist auch tatsächlich noch recht gut in Schuss, aber wir haben es nicht so mit künstlichen Tannen. Wenn Tanne, dann muss sie sich auch anfühlen wie Tanne und riechen wie Tanne. Soflina freut sich sehr, dass wir ihr den Baum anbieten und nimmt ihn etappenweise mit nach Hause. Frank hatte sie ja schon mal mit Sachen von uns mit dem Auto nach Khayelitsha gefahren, aber davon raten Galu und Soflina und im Moment ab. Jetzt, kurz vor Weihnachten, gäbe es soviel Raubüberfälle, dass wir aus den Townships definitiv rausbleiben sollten.

Ganz ohne Weihnachtsdeko geht es dann aber doch nicht.

Weinfarmen ... mal so ... mal so ...

Der Besuch von Weinfarmen gehört mittlerweile zum Freizeitalltag. Es gibt die, wo man schon war und gerne wieder hinfährt, und es gibt unterwegs immer wieder solche, die man noch nicht kennt. Wie lange es wohl dauern wird, bis wir sie alle gesehen haben? Alles ist dabei: alter kapholländischer Stil, modern und pompös, mediteran, schlicht und idyllisch ländlich ...

Kirstenbosch

Am Fuße des Tafelbergs liegt der Botanische Garten Kirstenbosch. Zusammen mit Lizette und Louis besuchen wir dort ein Konzert. Das komplette Equipment für ein gemütliches Picknick haben wir dabei. Wie schön, dass Lizette so kurz nach ihrer Hüft-OP so etwas schon wieder machen kann 😊 

Hier müssen wir unbedingt tagsüber noch einmal herkommen, um die Atmosphäre der vielen alten Bäume und blühenden Pflanzen, das Spiel von Licht und Schatten sowie die vielen Grünschattierungen in Ruhe anzuschauen.

Hermanus - Gansbaai - Walker Bay Nature Reserve - Franskraal

Wir fahren für ein langes Wochenende nach Hermanus. Da waren wir zwar schon ein paar Mal, aber an diesem Wochenende absolviert Frank dort in der Nähe seinen ersten Triathlon in Südafrika, einen Cross-Triathlon mit Mountainbike und Cross-Run-Laufstrecke. Außerdem gibt es in Hermanus eine Menge Galerien (uns fehlen immer noch Bilder ...) und Hermanus und Umgebung sind auch einfach wunderschön ...

Das Appartement in Gansbaai, in dem wir übernachten, ist schon etwas in die Jahre gekommen. Es ist aber gut ausgestattet, liegt direkt an einem Küstenwanderweg und der Blick von der Terrasse direkt aufs Meer ist einfach perfekt, inklusive eines Traum-Sonnenuntergangs.

Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen, um 6:00 geht der Wecker. Es ist kühl und windig, keine optimalen Wettkampfbedingungen, aber noch scheint die Sonne. Das Teilnehmerfeld für den "längeren" Triathlon (1000 m Schwimmen, 28 km Mountainbiken, 12 km Crosslauf) ist überschaubar: keine 20 Triathleten sind am Start. Für die etwas später startenden Kurzdistanzen sind dann schon ein paar Leute mehr unterwegs.

Nach den Triathlonstarts findet noch ein Langdistanz-Schwimmwettbewerb über 5 km statt. Schon bald, nachdem alle Schwimmer im Wasser sind, schlägt das Wetter erstaunlich schnell um: dunkle Wolken ziehen auf, es beginnt zu nieseln und dann fängt es an zu stürmen und es regnet wie aus Kübeln. Plötzlich hat der zuvor so friedliche Stausee richtig hohe Wellen. Der Wettkampf wird abgebrochen und das einzige motorisierte Boot, das einsatzfähig ist (ein zweites ist defekt ...) versucht, so nach und nach die Schwimmer aus dem Wasser zu holen. Diejenigen, die es alleine zurück schaffen, sind teilweise etwas blass um die Nase und berichten von geschätzt 1 m hohen Wellen und dass das gefährlich gewesen sei. Wirklich passiert ist aber wohl niemandem etwas und die Südafrikaner sind bei so etwas auch insgesamt etwas taffer als wie Deutschen ...

Auch wenn Frank ein echt guter Schwimmer ist, bin ich froh, dass er um diese Zeit bereits auf der Laufstrecke ist. Da kann es zwar auch ziemlich ungemütlich werden, aber wohl eher nicht wirklich gefährlich. Später erzählt Frank, dass ihn das Unwetter direkt auf der Passhöhe erwischt hat und weit und breit kein Mensch zu sehen gewesen sei. Wäre dort jemand vom Weg abgekommen, hätte ihn vermutlich niemand so ganz schnell gefunden.

Nun ja ..., nach 3:45 Stunden kommt Frank im Ziel an. Keiner vom Wettkampfteam ist zu sehen, auf einem Weinfass liegen einsam die Medaillen für die Finisher und Frank bedient sich selbst. Für das Wetter kann natürlich niemand etwas, aber organisatorisch hat diese Veranstaltung definitiv noch Potenzial nach oben ...

Ziemlich schnell packen wir alle Sachen im heftigen Regen zusammen, steigen beide ziemlich nass ins Auto, drehen die Heizung auf und fahren zu unserer Unterkunft und einer heißen Dusche.

Nach einer warmen Dusche, einem heißen Kaffee und einem Imbiss setzen wir die bereits am Vortag begonnene "Franskraal Art Route" fort. In dem kleinen Küstenort Franskraal haben an diesem Wochenende Privathäuser von Künstlern geöffnet und präsentieren dort ihre Arbeiten. Eine spannende Idee ... Das Spektrum reicht von häuslichen Bastelarbeiten bis hin zu durchaus schönen, aber dennoch bezahlbaren Ölgemälden. Und das Spektrum der Häuser, die wir zu sehen bekommen, von echt vernachlässigten und teilweise nicht sehr angenehm riechenden Exemplaren bis hin zu schönen Häusern mit Gästeappartements. In einem größeren Ausstellungsraum für mehrere Künstler auf einer Farm entdecken wir zwei Bilder, die uns sehr gefallen, entscheiden uns aber noch nicht. Am nächsten Tag finden sie dann doch den Weg zu uns, zusammen mit ein paar weiteren kleineren Bildern, die wir für wenige Rand erstehen.

Am nächsten Tag fahren wir bei echtem Nordseewetter (wolkig, windig, kühl) in das Walker Bay Nature Reserve, eine wunderschöne Küstenregion zwischen Hermanus und Gansbaai. Im September 2023 haben wir vor dieser Küste die Wale vom Boot aus beobachtet. Schon damals haben wir gedacht, dass dieser Küstenabschnitt sehr schön aussieht und man dort mal hinfahren müsste. Die Wale sind jetzt leider schon wieder verschwunden, aber die Landschaft ist echt toll.

In der Weihnachtsbäckerei ...

Wir backen bei uns deutsche Weihnachtsplätzchen zusammen mit Familie Steyn und Kroese bei 27 Grad Außentemperatur. Die Kinder kühlen sich zwischendurch im Pool ab und Plätzchendiebstähle gibt es auch. Ein richtig schöner Nachmittag, den wir mit einem Braai beschließen und der das Potenzial hat, zu einer neuen Weihnachtstradition zu werden ...😊

Und dann ist Weihnachten ...

... das wir gemeinsam mit einem Teil der Familie von Lizette & Louis feiern dürfen.

Wir sind unsicher, wie die Kleiderordnung am Heiligabend sein soll und Frank fragt vorsichtshalber noch einmal nach. "Wir machen uns fein. Louis trägt definitiv eine lange Hose", sagt Lizette. "Es ist doch Weihnachten!". Puh, bei Temperaturen über 35 Grad ist das schon eine Ansage. Aber gut, Frank zieht Hemd und lange Hose an und wir machen uns auf den Weg. Begrüßt werden wir von Louis in kurzer Hose und Flipflops und schaut uns irritiert an. Als Lizette Frank sieht, schaut sie etwas erschrocken und fängt dann an zu lachen. "I was joking ...!", aber das scheinbar sehr überzeugend. Zum Glück wohnen wir ja nur 5 Minuten entfernt und Frank dreht postwendend um, um sich wieder sommerlich anzuziehen ... 😂🤣

Der Rest ist ungezwungen und gemütlich. Bloß an den seltsamen Kopfbedeckungen kommen wir nicht vorbei ... 😉

Auch im Dezember ...

November 2024

Es ist der 30. November und ich denke, ich schreibe mal schnell auf, was in diesem Monat so war. Es passiert ja nicht mehr so viel ... Dann schaue ich mir die Fotos dieses Monats an und stelle fest, dass eine Menge passiert ist.

Irgendwie geht das Zeitgefühl gerade verloren. Wir können es gar nicht richtig glauben, dass schon drei Monate unseres Aufenthalts hier vorbei sind. "Das ist das Alter", sagt Frank. "Da vergeht die Zeit immer schneller." 😉

Gleichzeitig fühlt es sich so an, als wären wir schon Ewigkeiten hier. Es fühlt sich an wie „zuhause“ … das zweite Zuhause, das wir gesucht und gefunden haben. Manchmal überlegen wir, welche Momente es gab, wo einer von uns sich gefragt hat, ob das wirklich die richtige Entscheidung war. Uns fallen keine ein, aber viele Situationen, in denen wir uns sehr freuen, dass wir beide diesen Wunsch hatten und auch beide die Entschlossenheit (Unbekümmertheit?), ihn zu realisieren.

Klar gibt es auch hier Tage und Situationen, wo wir genervt sind. Zum Beispiel, wenn man nachmittags mal eben die neue Dunstabzugshaube in der Küche montieren will, tatsächlich aber Stunden dafür braucht, weil die Montageanleitung nicht zu verstehen ist, das Loch in der Decke einen Zentimeter zu klein ist und Wand und Decke schief sind. Dann hängt das Ding abends um 10 Uhr endlich einigermaßen gerade an der Wand, wir schalten es ein, es tut einen Schlag und wir wissen, das Abluftrohr ist gerade wieder aus seiner Verankerung gesprungen. Da schreit man schon mal laut „verdammte Sch…“. Dann lösen wir es afrikanisch, schneiden den eigentlichen Halterungsring einfach ab und befestigen den Schlauch neu mit Kabelbindern. „We make a plan …“, sagen die Südafrikaner, wenn etwas nicht planmäßig läuft und eine neue Lösung her muss.

An unserem Schlaf-Wach-Rhythmus müssen wir noch arbeiten. Mittlerweile stehen wir häufig morgens so zwischen 5 Uhr (Frank) und ca. 6 Uhr (Beate) auf. Wenn wir um 8 Uhr am Frühstückstisch sitzen, haben wir (Frank häufiger als ich) schon eine gute Stunde Sport hinter uns, Frank im Schwimmbecken und ich im Fitness-Center. Schlau wäre, abends auch entsprechend früher ins Bett zu gehen. Das gelingt mehr und mehr, aber noch nicht durchgehend. Manchmal sind wir ganz schön müde und Kaffee ist unser bester Freund…

Paarl – Du Toitskloof Pass

Wir fahren nach Paarl, weil wir Bilder für unsere noch nackten Wände suchen und es dort einige Galerien gibt. Wir werden nicht fündig an diesem Tag, aber wir entdecken den Du Toitskloof Pass mit wunderschönen Ausblicken. Sogar einen Gleitschirmstartplatz gibt es da. Hier müssen wir mal zum Wandern hinfahren ...

Open Gardens

Einmal im Jahr öffnet das Rustenberg Wine Estate in Stellenbosch seinen Privatgarten für die Öffentlichkeit. Ich fahre mit Lizette und Louis dort hin, Frank muss arbeiten und hat es mit Gärten ja auch nicht ganz so wie ich. „Garten“ ist ein albernes Wort für das, was wir dort sehen. Es ist ein riesiger Park mit vielen verschieden angelegten Gärten, die seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten gehegt und gepflegt werden. Riesengroße uralte Bäume, tausende von liebevoll arrangierten Blumen und Pflanzen, Kletterrosen, die in Bäume hineingewachsen sind, und um diese Jahreszeit ein Feuerwerk von Farben und Gerüchen. Keine Chance, diese Eindrücke mit einer Handykamera wirklich einzufangen.

„Beate-Berg“

In der ersten November-Woche schaffen wir es auch endlich „meinen“ Berg zu besteigen. 3 Stunden steigen wir zunächst durch die hier typische Fynbos- und Proteenlandschaft und dann auf gebirgigen Pfaden zum Helderberg West Peak auf. 3 Stunden, die sich lohnen, denn oben erwartet uns ein 360-Grad-Blick, der eine Wucht ist. Selbst unser Haus und das von Lizette und Louis entdecken wir nach einigem Suchen …

Winelands mit Freunden

Wimpie und Louise sind für ein paar Tage am Kap. Wir haben sie zuletzt im letzten Jahr auf unserer Blumentour gesehen, als unsere Cape Dreams ihren Anfang nahmen. Gemeinsam mit ihnen und Peet und Charly lernen wir wieder neue Wein-Estates kennen und lassen einen wunderschönen Tag bei uns zuhause ausklingen.

Start der Fahrrad-Saison

Franks Rennrad, das wir aus Deutschland mitgebracht haben, hat lange darauf gewartet, ausgepackt und wieder zusammengebaut zu werden. Fahrradfahren ist hier auch bei Weitem nicht so idyllisch und komfortabel wie im Münsterland. Rennradfahren, zumindest wenn man nicht nur spazieren fahren will, geht eigentlich nur auf den (vierspurigen) Hauptstraßen. Früh morgens, wenn der Berufsverkehr noch nicht eingesetzt hat, geht das einigermaßen und man ist dort als Fahrradfahrer definitiv nicht allein. Frank hat sich da erst einmal schlau gemacht, wo man am besten unterwegs sein kann und dabei auch gleich die entsprechenden Hinweise erhalten, wo man besser nicht langfahren sollte, wenn man sein Fahrrad, sein Handy und was man sonst noch so dabeihat, gerne behalten möchte. Das ist dann leider auch Afrika …

Wahrscheinlich wird das Fahrradtraining hier eher zuhause auf dem Smarttrainer stattfinden. Plätze mit Aussicht haben wir ja zum Glück genug …

Für’s Mountainbiking gibt es Möglichkeiten abseits der stark befahrenen Straßen. Zum einen gibt es Bereiche mit angelegten und recht gut gepflegten Single-Trails, zum anderen die Straßen und Wege zu den Weinfarmen. Eine Reihe von Weinfarmen haben auch auf ihrem Gelände Mountainbike-Trails mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen angelegt. Hat den klaren Vorteil, dass man nach einer Tour gleich vor Ort auf einen Kaffee, Imbiss oder Wein einkehren kann … 😉

Auch hier entscheiden wir uns für die Variante „normales“ Bike für Frank und E-Mountainbike für Beate, damit wir beide Spaß bei gemeinsamen Touren haben. Wir finden „unsere“ Fahrräder in Stellenbosch, machen eine Probefahrt über die Single-Trails am Paradyskloof, haben Spaß dabei und denken, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die erste kleine Tour machen wir am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr zusammen mit Louis hier durchs Wohngebiet zu den nahegelegenen Wein-Estates Lourensford und Vergelegen. Ich frage mich, ob das an einem Sonntag denn tatsächlich „mitten in der Nacht“ stattfinden muss, muss aber auch zugeben, dass es wunderschön ist, mit den Bergen rundherum im Sonnenaufgang unterwegs zu sein.

Möbel, Bilder und mehr ...

Es wird nun wirklich wohnlicher bei uns. WeitereTeppiche finden ihren Weg zu uns und es werden Möbel geliefert: Eine Sofaecke für das Wohnzimmer, unser Bett, das wir uns haben bauen lassen und die jetzt neu aufgepolsterten Sitzmöbel, die wir übernommen hatten. Und wir haben jetzt ein Gästezimmer, das sich über liebe Besucher freut … 😊

Die Wände füllen sich nach und nach mit ein paar Bildern. Es fällt uns gar nicht so leicht, da das richtige zu finden. Motiv, Farben, Größe, Preis … alles muss passen. In Kapstadt finden wir nach einigen Anläufen die „The Artists Gallery“ und die "Red Art Gallery", die unseren Vorstellungen recht gut entsprechen. Dave, der Galerist der Red Art Gallery, ist ein netter Typ und ein echt guter Verkäufer. Er nimmt wahr, vor welchen Bildern wir länger verweilen und scheint schnell ein Gefühl dafür zu entwickeln, was so unser Geschmack ist. Auch kapiert er, dass wir wohl noch ein paar mehr leere Wände in unserem Haus haben. Er macht uns – aus unserer Sicht – gute Preise und wie seinerzeit schon bei den Teppichen fahren wir mit einem Auto voller Bilder nach Hause und die Rechnung kommt dann später per Mail. Er hat das berechtigte Gefühl, dass wir wiederkommen werden.

In einer anderen Galerie, „The Art Gallery on Route 44“, auf halbem Wege nach Stellenbosch lernen wir ebenfalls den Galleristen kennen, der auch der Künstler zweier Bilder ist, die uns recht gut gefallen. Bousie bietet uns an, mit mehreren Bildern, die für uns in Frage kommen und definitiv nicht in unser Auto passen, zu uns zu kommen, um diese Bilder direkt an ihrem möglichen Zielort zu sehen. Das lohnt sich nach etwas Verhandelerei für ihn, denn zwei der Bilder gehen nicht zurück in seinen Transporter, sondern werden direkt von ihm und seiner Frau an den entsprechenden Wänden aufgehängt. Er erzählt uns hinterher, dass er sich sehr darüber freut, dass wir zwei seiner Bilder gekauft haben, weil er Sorge hatte, diesen Monat die Miete für seine Galeriefläche nicht zahlen zu können. Die Galerie ist in einem großen Food- und Artisans‘ Market untergebracht und laut Bousie hat sich die Kundenklientel dort in letzter Zeit ziemlich verändert. Während früher viele Schwalben wie wir dorthin kamen und sich dann auch für Bilder und Kunst interessierten, blieben diese zunehmend aus. Angeblich, weil die dortige Gastronomie keine Schanklizenz für Bier mehr habe und viele dieser bisherigen Gäste von Overseas halt nicht nur Wein trinken wollten …

Vorher ... nachher ...

Die Sitzmöbel auf der Eingangsterrasse haben wir auch von den Vorbesitzern übernommen. Ich denke, da wasche ich mal eben die Bezüge und dann passt das wieder. Dumm nur, dass sich das Innenleben der Kissen in den letzten Jahren in einem Auflösungsprozess befunden hat … und dumm auch, das diese Kissen alle keine Normmaße haben, so dass man Innenkissen mal eben neu kaufen könnte. Manche Sachen lassen sich halt schneller selbst machen als beschaffen. Also suche ich eine Nähmaschine im Internet und nähe neue Innenkissen. Und nachdem ich dann etwas Übung habe, entstehen auch noch neue Kissen für die Sofas sowie aus einem Restposten-Stoff Auflagen für die Gartenliegen, die auch keine Normmaße haben.

Der erste Besuch aus Deutschland ...

Mitte November lassen Phil und Sabina ihren Südafrikaurlaub mit einem Besuch bei uns ausklingen und weihen unser Gästezimmer ein. Wie gut, dass wir schon so viele Weingüter besucht haben in den letzten Monaten. So haben wir ausreichend Ideen, die nicht unbedingt in den gängigen Reiseführern stehen 😊

Constantia Valley Grape Run und Winelands Marathon

Der Constantia Valley Grape Run Mitte November führt als Trail Run über die Halbmarathondistanz durch die Weingüter von Constantia. Etwa 500 Höhenmeter geht es auf der Strecke rauf und runter, aber die schöne Umgebung und die Ausblicke entschädigen für die Anstrengung. Und auch wenn es hier so aussieht ... Nein, Frank hat sich nicht in einen reinen Frauenwettkampf reingemogelt 😂🤣

Der November endet mit einem Sportevent für Frank, dem 45. Winelands Marathon zwischen Stellenbosch und Somerset West. Diese Marathon-Veranstaltung wird von den Helderberg Harriers organisiert, dem Laufclub, dem Frank seit 2 Monaten angehört und mit dessen Mitgliedern er zwei bis drei Mal die Woche trainiert. Trainingszeiten sind morgens um 5:30 Uhr (Samstags um 6:00), weil Sport hier in der Regel morgens vor der Arbeit gemacht wird.

Start des Marathons ist um 5.30 Uhr (morgens!) in Stellenbosch … wer denkt sich so etwas eigentlich aus? Nun gut … um 3.45 Uhr geht der Wecker und wir fahren in der beginnenden Morgendämmerung nach Stellenbosch. Auf dem Weg zu dem großen Sportgelände einer Schule treffen wir Wessly, einen Vereinskollegen, mit dem Frank morgens öfters unterwegs ist und der an diesem Tag als Helfer aktiv ist. Er begrüßt uns freundlich und ist sicher, dass Frank eine gute Zeit schaffen wird. Franks Ziel ist es, diesen Marathon, der anders als seine bisherigen einiges an Steigungen aufweist, in jedem Fall unter 5 Stunden zu bewältigen. Dann nämlich ist dies die Eintrittskarte für den „Two Oceans Ultra Marathon“ (56 km) im nächsten April.

Nach dem Start fahre ich zurück nach Somerset West, um Frank gemeinsam mit Lizette und Louis am Wendepunkt anzufeuern. Dort spreche ich einen der Helfer an, plaudere mit ihm und erzähle ihm, dass ich auf meinen Mann warte. Kurze Zeit später kommt er zu mir und fragt, wer denn mein Mann sei. „Frank Simon“, sage ich und da grinst er und sagt, „Oh, Frank the German. I know him from our training in the morning … He will make it definetly in a good time.“ Und dann bekommt Frank von ihm auch gleich einen neuen nick name: „Frank the Tank“  😂🤣

Nachdem Frank den Wendepunkt bei Kilometer 25 passiet hat – er kann noch lachen … – fahre ich wieder zurück nach Stellenbosch zum Zieleinlauf. Frank schafft diesen Marathon in 3:49 … war ja irgendwie klar, nach all dem „Nachttraining“ in den letzten Wochen … 😊😊

 

Und dann noch ...

... haben wir in diesem Monat die Poolsaison eröffnet bei Wassertemperaturen von 22 - 24 Grad, je nach Wetter.

Sonstige November-Impressionen

Oktober 2024

Endlich staubfrei

Anfang der zweiten Oktoberwoche sind wir tatsächlich durch mit all den Handwerkern. Das allerdings auch erst nachdem im komplett renovierten Schlafzimmer die Decke wieder aufgemacht werden musste, weil die Corniche-Handwerker leider ziemlich geschlampt hatten. Gleiches Thema im Wohnzimmer über dem Kamin …

Ein paar Dinge wollte Frank eigentlich komplett selbst machen: Austausch der Downlights im gesamten Haus und Neuanstrich der Wandschränke. Das stellte sich dann aber doch als er nervig heraus, so dass wir auch diese Aufgaben noch an die Handwerker abgeben. Nachdem die Maler und Elektriker auch diese letzte Aktion (ohne Mehrkosten 😊) abgeschlossen haben, können wir nach 6,5 Wochen endlich unserer Koffer auspacken … Wie schön, nicht mehr täglich alles ein- und wieder auspacken zu müssen, und wie schön, nicht mehr jeden Abend das Haus putzen zu müssen!

Jetzt schaffen wir es auch endlich, das Fitness-Studio zu besuchen, Frank hat einige berufliche Online-Termine und ich nehme meine Aufgaben für den Kinderschutzbund wieder auf. Es kehrt also so langsam wieder etwas Alltag ein und wir merken beide, dass uns gewisse Routinen, die wir in den letzten Wochen so gar nicht hatten, tatsächlich auch etwas gefehlt haben.

Es wird wohnlicher …

Anfang Oktober werden die ersten Möbel (Esstisch und Stühle) geliefert und mit dem ersten Teppich, der nun auch im Haus liegt, fängt es an, etwas wohnlicher zu werden.

Nachdem ich einen kleinen Tisch neu lackiert und wir ihn mit neuen Tischbeinen versehen habe, ziehe ich aus unserem kurzzeitig eingerichteten Doppelbüro aus und richte mich im „Sonnenraum“ ein.

Für die Möbel, die wir neu aufpolstern lassen wollen, entscheiden wir uns bei einem Heimtex-Ausstatter für eine farbenfrohe Kombination von Stoffen und beauftragen das entsprechende Unternehmen, diese direkt einzukaufen. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen mit den für uns moderaten Preisen hier, schauen wir nicht, was die Stoffe pro Meter kosten … und bekommen zwei Tage später fast einen Herzinfarkt. R 142.000 = € 7.100 soll der Spaß kosten. Wir hatten extrem teuere Designer-Stoffe ausgewählt, die aus Großbritannien importiert werden müssen. Zum Glück teilt die Mitarbeiterin des Aufpolsterungs-Unternehmens uns vorausschauend erst einmal die Preise mit, bevor sie tatsächlich die Bestellung auslöst. Wir stornieren den Auftrag und suchen neue Stoffe, die uns in der Kombination auch sehr gut gefallen, in einem ganz normalen Stoffhandel aus, fahren mit Mustern zur Aufpolsterei und klären den Stoffbedarf. Als wir die notwendigen Stoffmengen dann einkaufen wollen, ist ein Stoff nicht mehr lieferbar … Also gehen wir ein drittes Mal auf Stoffsuche und schaffen es dann endlich, schöne, bezahlbare und in der notwendigen Menge lieferbare Stoffe zu beschaffen. So kann es hoffentlich so gerade noch gelingen, die Möbel vor der Weihnachtspause zu bekommen.

Ab der zweiten Monatshälfte schaffen wir es auch, Möbel in Antik-Läden aufzustöbern, und nach weiteren Teppichen zu suchen.

Die Erfahrungen beim Teppichkauf sind für uns auch erstaunlich. Wir nehmen von verschiedenen Händlern Teppiche mit nach Hause, um auszuprobieren, ob sie im Haus so wirken, wie wir es uns vorstellen. Wir schreiben auf einen Zettel unsere Namen, Adresse und Telefonnummern (wir könnten da auch irgendetwas aufschreiben …) und laden die Teppiche ohne Anzahlung oder ähnliches ins Auto. In der Spitze liegen bei uns sechs Teppiche, um sich am Ende für einen für den Flur zu entscheiden. Ein schöner roter Gabbeh gefällt uns auch sehr gut, passt aber nicht wirklich in den Raum. Außerdem ist er unglaublich dreckig und riecht unangenehm, geht also auch zurück ...

In beeindruckenden Antiquitätenläden finden wir Massen von wirklich alten Möbeln, die teilweise vor vielen Jahren unter anderem aus Europa nach Südafrika gekommen sind und hier jetzt zum Verkauf stehen. Vieles ist nicht unser Geschmack, weil zu groß, zu wuchtig zu dunkel, aber dazwischen gibt es immer wieder Stücke, die uns gefallen und die wir uns gut in einer Kombination von alt und modern vorstellen können. Die Preise sind eher niedrig im Vergleich zu dem, was man in Deutschland für solche, teilweise sehr gut erhaltenen Möbel zahlen müsste.

Ein besonderes Stück ist ein alter britischer Militärschreibtisch, den wir bei einem Ausflug mit Lizette & Louis in Greyton entdecken. Diese transportfähigen Schreibtische wurden wohl im ersten Burenkrieg (1880/81) aus Großbritannien nach Südafrika verschifft.

In unserer Entscheidungsfindung werden wir langsam schneller. Ja, sicherlich gäbe es für vieles, wenn man nur lange genug suchen würde, noch eine bessere, optimalere Lösung, aber wir wollen auch fertig werden. Also schlagen wir zu, wenn uns etwas gefällt und preislich passt, und prüfen nicht erst noch alle möglichen Alternativen. Und wir freuen uns über jedes schöne Stück, das unsere Einrichtung, die schon etwas anders zu werden scheint als zuhause, ergänzen wird.

Geburtstag am Kap

Mein erster Geburtstag am Kap, einer der wenigen Geburtstage mit Temperaturen von 29 Grad und definitiv auch der erste Geburtstag mit einem Weihnachtskonzert am Abend … 😊

Nach dem obligatorischen ersten Kaffee im Bett und einem gemütlichen Frühstück steuern wir noch einmal ein paar Antiquitätenläden an. Danach zum Strand … Ich wollte hier so viel am Strand spazieren gehen, aber bislang haben wir das tatsächlich noch nicht einmal geschafft, seit wir hier sind. Auch „mein“ Helderberg steht immer noch auf der Liste …

Und dann am Abend gehen wir tatsächlich in ein Weihnachtskonzert. Das Stellenbosch Symphony Orchestra spielt zusammen mit vier Opernsängern und -sängerinnen im Weinkeller des Lourensford Wine Estates. Die Karten hatten wir bereits in Deutschland gekauft. Die Atmosphäre im Weinkeller, der noch ganz normal in Betrieb ist und nur dann und wann für ein Konzert freigeräumt und bestuhlt wird, ist schon besonders. Aber ein wenig Münsterländer Freilichtbühnen-Feeling ist auch dabei. Wir haben Picknick dabei und trinken während des Konzertes Lourensford-Cap-Classique und -Wein.

Das Musik-Repertoire ist eine Mischung von lokalen und internationalen Weihnachtsliedern und auch „Stille Nacht“ zum Mitsingen, erst in Zulu, dann in Deutsch und zum Schluss in Englisch, ist dabei. Die Südafrikaner können – das ist mir über die Jahre immer wieder aufgefallen – Emotionen, ohne gleich total kitschig zu sein. Es ist ein wunderschöner Abend. Dass Ende Oktober vielleicht ein wenig früh ist für ein Weihnachtskonzert, macht da gar nichts.

Doch noch Handwerker

Ganz fertig sind wir noch nicht. Ein PV-Anlage soll ja noch auf’s Dach, denn mit dem vielen Sonnenschein hier wären wir dann energietechnisch so gut wie autark. Und da kommt dann unsere Dachkonstruktion noch mal auf den Tisch. Es war von Anfang an klar, dass nach den Stabilisierungsarbeiten bei den Dachbalken noch ein paar Verstärkungen angebracht werden müssen, bevor eine Solaranlage montiert wird. Der Dachdecker, der eigentlich auch diese Arbeiten noch machen sollte, meldet sich aber nicht mehr.

In unserer direkten Nachbarschaft sind in den letzten Wochen und Monaten mehrere PV-Anlagen neu installiert worden. Über unsere Nachbarn, ein indisches Paar, bekommen wir die Adresse von einem Betrieb, der alle diese Anlagen installiert hat. Wenige Tage später haben wir einen ersten Termin und einen Dachdecker haben die auch im Team. Der schaut sich alles dann noch einmal genauer an. Er kommt zu dem Schluss, dass die Reparaturarbeiten am Dach nicht wirklich perfekt gemacht wurden, weil die neuen, zur Verstärkung angebrachten Balken zwar die Ursprungsbalken stabilisieren, aber nicht auch komplett auf den Hauptmauern des Hauses liegen. Wir sehen das Problem nicht unbedingt, aber wir sind keine Experten und entscheiden, lieber auf Nummer Sicher zu gehen. Er macht einen Vorschlag, das zu beheben und verursacht dabei noch mal einen kleinen Schreckmoment, weil er in Erwägung zieht, die Dachkonstruktion dafür noch einmal von unten abstützen zu müssen. Das würde bedeuten, dass mindestens die Maler noch einmal anrücken müssten. Aber dann, nach Rücksprache mit einem Kollegen, kann er das Thema anders lösen und wir müssen unsere Baustelle hoffentlich nicht wieder öffnen.

Ende Oktober haben wir eine funktionierende Solaranlage mit insgesamt 18 Pannels auf dem Dach und zwei Batterien mit je 5,5 kW Speichervolumen in der Garage. Im Vergleich zu dem, was wir mit dem renommierten Unternehmen EnBW in Deutschland erlebt haben, also ein Kinderspiel 😉 Ab jetzt sollten wir also vom Stromversorger Eskom weitgehend unabhängig sein.

Gartenimpressionen

Der Garten ist über die letzten Jahre mächtig zugewachsen. An einigen Stellen, wie rund um die Terrasse, sagt Galu, habe er zuletzt vor fünf Jahren die Sträucher und Bäume zurückgeschnitten. Janssens wollten das so … So nach und nach versuchen wir zusammen alles etwas auszulichten, ohne den Garten von den Nachbargrundstücken einsehbar zu machen. Angeblich wächst das alles schnell wieder zu. Erneut wächst ein Grünabfallberg in unserer Einfahrt. Schauen wir mal wie wir das alles dieses Mal abtransportiert bekommen …

Wetterimpressionen

Das Wetter wechselt hier immer wieder. Zum einen sicherlich das typische Oktober-Wetter, wie bei uns im April, nur wärmer ... Zum anderen sorgen der kalte Atlantik und der deutlich wärmere Indische Ozean vermutlich für mehr Wetterturbulenzen als wir das bei uns gewohnt sind.

Fotos macht man ja meistens bei Sonnenschein, aber es geht auch anders. Viel Regen, viel Wind und plötzlich sind alle Berge verschwunden.

Aber dann ist er zum Glück plötzlich doch wieder da, der Helderberg.

Und manchmal legt sich ein weißes Tuch über die Berge. Das sieht dann aus, als würden die Wolken langsam über die Berge ins Tal kriechen.

Der letzte Tag im Oktober ist aber wieder einer mit blauem Himmel und viel Sonnenschein. Ein perfekter Tag, um im Idiom Wine Estate eine „Pizza with a View“ zu genießen. Das Restaurant liegt im Herzen der Helderbergkette, nur kurze 20 Minuten Autofahrt von uns entfernt und bietet einen wunderschönen Ausblick auf die False Bay und die umliegenden Berge. Ein perfekter Ort, um diesen ereignisreichen und doch auch schon von etwas mehr Alltag geprägten Monat ausklingen zu lassen …

Und das noch zum Schluss …

Wir geben uns wirklich alle Mühe, uns den hiesigen Sitten und Gebräuchen anzupassen. Also haben wir mittlerweile auch das erste Knöllchen für zu schnelles Fahren einkassiert: 200 Rand = 10 Euro plus weitere 400 Rand = 20 Euro Handling-Fee für die Mietwagengesellschaft … Zum Glück können wir nicht mehr rekonstruieren, wer von uns beiden gefahren ist … 😉